
Cassavetes' zweiter Hollywood-Versuch, produziert vom liberalen Nussknacker Stanley Kramer.  Cassavetes' zweiter Hollywood-Versuch, produziert vom liberalen Nussknacker Stanley Kramer, sollte sich als verstörende Erfahrung für den Freigeist erweisen: Die beiden zerkrachten sich über den Schnitt des Films, der sich zu einem ähnlich verqueren Hybriden verwickelte wie Too Late Blues. Für Kramer ging es, wie immer, um seine Botschaft: Es gibt keine allein gültige Methode zur Heilung von Krankheiten, sondern immer nur neue, individuelle Wege dorthin (was ja nicht ganz falsch ist). Für Cassavetes ging es um das kreative Arbeiten mit geistig behinderten Kindern, um die sich der Film dreht: um den Zusammenprall von Hollywood-Schwergewichtern mit Laien, die ihr eigenes Leben darbieten (die kleinen Patienten des Pacific State Hospital). Die Ärzte, die Stars und Hollywood bringen am Ende das gesellschaftlich Sinnstiftende auf einen griffigen Punkt, während Cassavetes und die Kinder klar machen, wie akademisch derlei Gewissheiten doch sind.
(Text: filmmuseum)
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