| Buchtipp: Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?Article Das Gipfeltreffen zweier Ausnahme-Regisseure: der jüngere Franzose tritt dem älteren Briten mit unstillbarer Neugierde entgegen und aller Sprachbarrieren zum Trotz (Truffaut sprach nur schlecht Englisch, Hitchcock kein Französisch) kam dank Übersetzungshilfe einer der faszinierendsten Dialoge über die Kunst des Filmemachens heraus.
Man darf nicht vergessen, dass Hitchcock bis in die 60er Jahre in erster Linie als Urheber populärer Suspense-Filme gesehen wurde, worüber „anspruchsvolle“ Filmkritiker eher die Nase rümpften; und es blieb einer Gruppe junger Franzosen, die später zur Bewegung der Nouvelle Vague zusammengefasst wurden, vorbehalten, darauf hinzuweisen, welche hohe Könnerschaft und filmische Raffinesse der britische Regisseur in sich vereinigte.
Truffaut hat dem verehrten Vorbild in seinen Filmen immer wieder Referenzen erwiesen, aber den größten Dienst leistete er Hitchcock eben durch diesen ausufernden, aber niemals langweilig werdenden, 50stündigen Gesprächsmarathon im August 1962.
Dem chronologischen Aufbau entsprechend, kommentiert Hitchcock die Entstehung seiner Filme und verrät etliche Tricks, die ihm geholfen haben, erwünschte Wirkungen zu erzielen. Dabei ergeben sich natürlich immer wieder Streiflichter auf seine Biografie und weite Ausblicke auf die englische und amerikanische Filmszene von den 20ern bis in die 60er Jahre. |
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