Kamera: Robert Gardner Filmstart: 0000-00-00:00
Neunzig Minuten Leben und Tod in Benares, dem heiligsten Ort Indiens, der Stadt Shivas und „Großen Verbrennungsstätte“. Die Sprache
des Sprachlosen und die Schönheit des Schrecklichen. Eine Flut irritierender, gleißender,
zutiefst fremd verbleibender Bilder, unterbrochen von keinem Anflug von Erklärung, Kommentar, erläuterndem Wort. Das Auge
bleibt allein, ausgesetzt dem, was es sieht, den Kreisläufen von Holz, Wasser, Ringelblumen
und Leibern in der Stadt des Todes. Die Protagonisten:
Hunde, Unrat, Blüten, Sand, Treppen, Leichenholz. Die Dinge der Realität als Symbol, Abgrund, Verweigerung. Die Wirklichkeit ein
Traum, in dessen Labyrinth kein Fremdenführer Beruhigung verschafft. Nicht nur im „ethnologischen Film“, ein beispielloses Werk.
(Harry Tomicek, ÖFM, November 1996)
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