Die andere Liebe
DDR , 1988
Ausdrücklich sollte der Film in erster Linie der an die heterosexuelle Mehrheit gerichteten Kenntnisvermittlung dienen. Erst in zweiter Linie war er für Lesben und Schwule gedacht, um diese in ihrer Identitätsfindung zu unterstützen oder den Abbau von Ängsten zu fördern. Der Versuch, den Beigeschmack des wissenschaftlichen Lehrfilms mit vordergründig pädagogischen Absichten nicht aufkommen zu lassen, gelingt Kißling nur eingeschränkt. Zu deutlich ist der didaktische Anspruch erkennbar, zu ordentlich und - bis auf die sexuelle Orientierung - zu linientreu sind die ausgewählten GesprächspartnerInnen der Gattung lesbisch oder schwul. AIDS taucht überhaupt nicht auf. Es handelte sich schließlich um einen Film, der vom Deutschen Hygienemuseum in Auftrag gegeben worden war und somit der Gesundheits- und Sexualerziehung dienen sollte.
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Details
- Regie
- Helmut Kißling, Axel Otten
- Author
- Helmut Kißling, Axel Otten