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Eclipse

Film.at Feature
Das ungleiche Liebespaar Edward & Bella stimmt die dritte Strophe des Hohenlieds auf voreheliche Enthaltsamkeit an – diesmal sorgt immerhin ein neuer Regisseur für spannende Momente.
Bella Swan offenbart bei Männern einen wirklich ungewöhnlichen Geschmack. Für laue Normalsterbliche kann sie sich nicht begeistern, denn ihre Gefühls-Skala ist nur auf Extreme eingestellt: entweder muss es ein kaltblütiger Untoter sein, der ewige Jünglingshaftigkeit gepachtet hat, oder alternativ dazu ein heißblütiger Wolfsmensch, der selbst bei Schneegestöber mit blankem Oberkörper der Witterung trotzt.

Konnte man beim Auftakt in „Twilight“ noch glauben, hier habe Rosamunde Pilcher ihre Version von „Twin Peaks“ geschrieben und in „New Moon“ vielleicht Enid Blyton als Drehbuchautorin verdächtigen, sind wir mit „Eclipse“ endlich in aufregendere Regionen vorgestoßen (aber natürlich noch immer weit von David Lynch entfernt). Gemäß der erklärten Absicht des Produzenten Wyck Godfrey, von Teil zu Teil den Filmstil zu verändern, wechselte erneut der Regisseur: nach Catherine Hardwicke und Chris Weitz ist nun David Slade an der Reihe, seine Spuren in der Twilight-Welt zu hinterlassen: damit wurde jemand gewonnen, der während „30 Days of Night“ eines langen Winters in Alaska bereits ausreichende Erfahrungen mit Vampiren gesammelt hat.

Slade führt der Serie frisches Blut zu und verpasst ihr ein bisher weitgehend nicht vorhanden gewesenes Element – die Rede ist von „Spannung“ und zwar in jeglicher Hinsicht:
Sowohl erotische (durch das offene Aufeinandertreffen der beiden Rivalen um Bellas Gunst und die Zuspitzung der Dreiecksbeziehung), als auch dramatische (durch das Näherrücken einer Armee neuer Vampire, die vor allem Bella an den Schwanen-Hals wollen) – erstmals gibt es einige wirklich überzeugende Kampfszenen, bei denen sogar schon mal ein Kopf vom Rumpf getrennt werden darf, was bei Vampiren aber ohnehin eine völlig unblutige Angelegenheit ist. Als Draufgabe klären sich nebenbei auch noch ein paar wichtige Fragen: so erhalten wir durch Rückblenden Einblick in die Entstehung der alten Feindschaft zwischen Werwölfen und Vampiren und erfahren, welches Leben einige Mitglieder der Cullen-Sippe führten, bevor sie ihr untotes Dasein antraten.

Erzähltechnisch wird weiterhin auf Verzögerungstaktik gesetzt und ein Vorlust-Potential ausgespielt: seit Edward am Ende des 2. Teils das Wort „Hochzeit“ ausgesprochen hat, kreist alles um diese Idee, aber bis es wirklich so weit ist, lässt er – ganz Kavalier der alten Schule - seine Angebetete noch lange versagungsvoll schmachten, während Jacob meist bereitwillig eine warme Tier-Brust zum Ankuscheln und Ausweinen bietet.
Und da dachte man immer, in Gesellschaft von Blutsaugern wäre es fast unmöglich, kein Vampir zu werden – weit gefehlt, wenn es nach Autorin Stephenie Meyers geht: zweifellos bezieht die "zwielichtige" Saga den größten Teil ihrer Faszination beim jugendlichen Publikum daraus, dass der finale Liebesbiss so lange hinausgeschoben wird. Die Autorin selbst dürfte das auch erkannt haben; immerhin behauptet sie unter Bezugnahme auf Teil 3: „Was bisher geschah, fühlt sich eher wie eine Vorbereitung für die große Explosion an.“ Das war aber rein action-mäßig gemeint – der hormonelle Super-Gau bleibt weiterhin aufgespart und steht uns wohl endlich im nächsten Teil bevor.

franco schedl

Siehe auch: 

User Comments 

Tuvok | vor 565 Tagen, 13 Stunden, 57 Minuten
Kitsch is coming - 1
Nun der Film dauert 119 Minuten und er hat wirklich was darauf, ja wo der überall gedreht wurde, da möchte ich auch hin.

Drehorte:

Belcarra Regional Park, Burrard Inlet, Vancouver, British Columbia, Canada
Capilano College, North Vancouver, British Columbia, Canada
David Thompson Secondary School, Victoria-Fraserview, Vancouver, British Columbia, Canada
Gastown, Vancouve... » weiter lesen

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Tuvok | vor 565 Tagen, 13 Stunden, 56 Minuten
Romantisches Neuzeig Ding - 2
Was an dem Film gut war, alle haben das Alter für das man sie schätzt. Kristen Stewart die ja die Bella spielt ist Baujahr 1980. Seit sie 8 ist, ist sie auf der Bühne. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern an die Rolle in „Zathura“ als sie im Jahr 2005 die große Schwester spielte die so biestig war. Übrigens was wirklich lustig ist, von Kristen Stewart gibt es auch eine Barbie Puppe, Vielleicht gibt es auch bald eine Türken Barbie mit Kopftuch, das wäre Mal super.» weiter lesen

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Tuvok | vor 565 Tagen, 13 Stunden, 55 Minuten
Gut gespielt, Ja, 3
Er kennt Dakota Fanning sehr gut, eh klar und ist U 2 Fan, und ist solo. Die schnellen Szenen übrigens, die sind nicht echt, ich habe das versucht als ich von einem Kinosessel zum anderen hüpfte und mir fast einen Verweis eingehandelt habe, nun das ganze geht mit Green Screen eine Stuntfrau hängt in den Seilen, die Kamera fährt 200 Meter durch den Wald, hat viele Strecken, und dann wird alles zusammengeschnitten. Tja in Wirklichke<... » weiter lesen

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Eine liebevolle, beglückend detailverliebte Hommage an das Goldene Zeitalter Hollywoods und seine Schauspieler.

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