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Frauenfilme

Frauenfilme sind Filme von, für und / oder über Frauen, aber nicht jeder Film, der dieser Definition entspricht ist ein Frauenfilm. Robert Altmans ¿Dr. T und die Frauen¿ ist zwar als Hommage an ¿die Frauen¿ gedacht, verkündet aber von nicht viel mehr als der Ratlosigkeit eines alt gewordenen Regisseur gegenüber dem anderen Geschlecht. Das Mel-Gibson-Vehikel ¿Was Frauen wollen¿ richtet sich zwar eindeutig an ein weibliches Zielpublikum, aber nichts liegt ihm ferner als die Thematisierung der Rolle der Frau in der Gesellschft.

Anlässlich des internationalen Frauentags am 8.März veranstalten das Salzburger DAS KINO und das Klagenfurter VOLKSKINO Frauenfilmreihen. Besser als einen gemeinsamen Nenner all dieser Filme zu definieren, ist es, einen näheren Blick auf ausgewählte Filme aus den Programmen zu werfen.

In Salzburg beginnt die Frauenfilmnacht bereits um 15 Uhr mit dem Jugendfilm Amy und die Wildgänse, in dem ein 13jähriges Mädchen mit unkonventionellen Methoden einer Schar adoptierter Wildgänse den Flug in den Süden beibringt.

Der hochgelobte deutsche Film Die Unberührbare ist eine Auseinandersetzung des Regisseurs Oskar Roehler mit seiner Mutter Gisela Elsner. Im Film spielt Hannelore Elsner die tragische Figur der linksgerichteten Schriftstellerin Hanna Flanders. Eine Frau, die Kompromisse ablehnt, aber auch blind ist gegenüber den Gegebenheiten des Alltags und der Veränderung der Lebenswirklichkeit. Perücke, Make-up und Designermantel lassen sie unberührbar erscheinen, doch unter diesem unzureichenden Panzer zerbricht Stück für Stück ihre Seele, als sie erkennen muss, das all das, wofür sie zu leben und zu kämpfen geglaubt hat, mit einem Schlag irrelevant geworden ist. Die Unberührbare ist weniger ein Film über die politischen Veränderungen des Jahres 1989 als das intensive Porträt einer Frau, die jede Anpassung verweigert.

Einen Blick hinter Türen, die Außenstehenden üblicherweise verschlossen bleiben bietet Honig und Asche, ein zorniger Film über das Leben von Frauen in Nordafrika zwischen Rap-Musik und Patriarchat. Die schweizerisch-tunesische Regisseurin Nadia Fares kennt sowohl die nordafrikanische als auch die mitteleuropäische Wirklichkeit und zeigt in ihrem Spielfilmerstling das Leben und auch das Scheitern von drei Frauen im Ringen um Selbstbestimmung.

Etwas leichtere Kost bietet Tonie Marshalls Die Detektivin. Anémone als Privatdetektivin Maxime Chabrier lebt, seit sie Sohn und Mann verlassen hat, ihre Unabhängigkeit. Sie schläft nach Lust und Laune mit Frauen und Männern, raucht Kette und kümmert sich wenig um ein feminines Äußeres. In ihrem Lebenswandel verunsichert wird sie erst, als Ex-Mann und Sohn wieder in ihr Leben treten.

Ein charmanter und optimistischer Film beendet die Salzburger Frauenfilmnacht. Antonias Welt erzählt die Geschichte der Antonia, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg auf ihrem Hof gegen die traditionellen patriarchalischen Strukturen des niederländischen Dorflebens durchsetzen muss. Mit viel Mut und Humanität macht sie den Hof zu einem Hort für geschundene und geschlagene Außenseiter. Auch wenn sie Tod und Krankheit nicht aufhalten kann, ¿Antonias Welt¿ ist das Modell einer etwas besseren Gesellschaft voll Toleranz und Solidarität.

Höhepunkt der Frauenfilmtage des Klagenfurter Volkskinos ist neben Sofia Coppolas The Virgin Suicides die oskargekrönte Gender- und Sozialstudie Boys Don¿t Cry. Eine junge Frau entscheidet sich, fortan als Mann leben zu wollen. Ein Akt der Selbstbestimmung, der im hinterwäldlerischen Nebraska fatale Folgen hat...

Als Ausgleich dazu bietet sich die Gelegenheit, die orientalische Märchenwelt filmisch zu entdecken. Die List der Frauen ist ein listenreiches Geschlechterkampf-Märchen aus der tausendundzweiten Märchenwelt eines Königshofes im maurischen Andalusien und führt vor, wie gegen alle königliche Gewalt am Ende Keid Ensa - Die List der Frauen siegt. Ein romantische Komödie für Menschen ab 10.

Infos: 

DAS KINO Salzburghttp://www.daskino.at
Volkskino Klagenfurthttp://www.volkskino.com/
Film Reviews der Women's Studies Database (University of Maryland)http://www.inform.umd.edu/EdRes/Topic/WomensStudies/FilmReviews/
Lesben- und Frauenfilme (LIVAS - Münsters Verein für Lesben)http://www.members.aol.com/livas2000/filme.html
Women in Cinema: A Reference Guidehttp://www.people.virginia.edu/~pm9k/libsci/womFilm.html

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Tipp 

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