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Knight & Day

Film.at Feature
Cruise und Diaz lassen es mit sichtlichem Vergnügen krachen und beleben das Genre der Agenten-Komödien aus den 60er Jahren effektvoll wieder.
Wenn sich schon zwei Stars vom Kaliber einer Cameron Diaz und eines Tom Cruise gemeinsam vor der Kamera einfinden, darf man mit keiner sanften Romanze rechnen, sondern muss auf wesentlich Handfesteres gefasst sein – und so werfen die beiden einander in der Hitze des Verfolgens, Kämpfens, Flüchtens und Flirtens die Stichworte (aber natürlich auch die Handfeuerwaffen) zu, falls sie nicht gerade als Liebesbeweis den Partner mit K.O.-Tropfen außer Gefecht setzen.

Unter James Mangolds Regie darf Cruise alles tun, was das Herz eines ausgewachsenen amerikanischen Jungen höher schlagen lässt: auf Windschutzscheiben dahinrasender Autos kleben, über Hausdächer hirschen oder eine Passagiermaschine in einem Maisfeld bruchlanden – und das angeblich immer ohne Double. Diaz lässt in ihrer Rolle als unauffälliges Mädchen von nebenan anfangs eine ähnliche Durchschlagskraft vermissen (was einem ehemaligen Engel für Charlie sicher einiges an Selbstverleugnung abverlangte), gewinnt aber dann zusehends Spaß am gefährlichen Agenten-Spiel.

Von den rasch wechselnden Schauplätzen hat besonders einer im Vorfeld die Österreicher aufhorchen lassen: unser Land ist nämlich als internationale Drehscheibe für Geheimnisträger nicht nur bei 007 sehr gefragt – auch das ungleiche Liebespaar verschlägt es in die Alpenrepublik und so spazieren die beiden dann durch verwinkelte Salzburger Gassen oder Cruise hetzt auf einer nächtliche Flucht über die Dächer der Stadt. Ähnlich turbulent geht es auf der Europa-Tour dann weiter: Beim nächsten Stopp in Sevilla kommen spanische Stiere ins Spiel und etliche böse Verfolger unter deren Hufe.
Neben so vielen erstklassigen menschlichen und tierischen Kräften, müssen sich auch die anderen Angehörigen des Filmteams nicht verstecken: mit Komponist John Powell wurde beispielsweise ein Profi auf seinem Sektor engagiert, auf dessen Konto bereits die Soundtracks zu „The Bourne Identity“ oder „Mr. & Mrs. Smith“ gehen.

Wer hier wen täuscht und mit Falschinformationen versorgt, ist bald undurchschaubar, da Drehbuchautor Patrick O’Neal genügend Charaden und Arabesken in den Plot gemengt hat, um die Erinnerung an überdrehte Agenten-Komödien aus den 60er Jahren erfolgreich wieder aufleben zu lassen. Irgendwann erfährt man auch den Grund für die allgemeine Aufregung: Damit die spaßige wilde Jagd auch halbwegs motiviert erfolgt, gibt es einen klassischen „MacGuffin“ Hitchcock’scher Prägung - jeder hetzt hinter einer neuartigen Energietechnologie her, die von einem jugendlichen Genie entwickelt wurde. Eine ziemlich überflüssige Erfindung, wenn man ständig solche Energiebündel wie Cruise + Diaz vor Augen hat.

franco schedl

Siehe auch: 

User Comments 

Elisabeth | vor 546 Tagen, 20 Stunden, 36 Minuten
Ich finden den Film wirklich lustig........... sollte man sich auf jeden Fall anschauen ... antworten
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Tipp 

J. Edgar

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Eine Biographie über den FBI-Gründer J. Edgar Hoover und über seine skandalöse Karriere und sein kontroverses Privatleben als Homosexueller.

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