Jugendliche aus zwei in blutigen Konflikten verstrickten Gruppen treffen mit anderen Teenagern zusammen, deren Nationen es heute nach zwei Weltkriegen gelingt, zu einer Staatengemeinschaft zusammenzuwachsen und Wege der Kooperation und der Verständigung zu finden.
Angeleitet von PädagogInnen, KunsttherapeutInnen und psychoanalytischen PsychotherapeutInnen können sich die Jugendlichen auf dem peacecamp Aspekten des Friedens und Unfriedens zwischen ihren Religionen und Nationen annähern, relevante Kapitel ihrer gemeinsamen Zeitgeschichte erforschen, ihre unterschiedlichen Narrative vergleichen und starre Schuldzuweisungen, die auf einer dichotomen Auffassung von Opfern und Tätern basieren, aufweichen.
Ziel der peacecamps ist es, Jugendlichen Gelegenheit zu geben, zu einer eigenen Wahrnehmung der eigenen nationalen Identität und der der jeweils Anderen zu gelangen, sich von unbewussten, nicht immer rationalen Feindbildern zu lösen und zu Formen des Dialogs, der Empathie, der Kooperation, kurz: zu einer Sprache des Friedens zu finden. Vielleicht können sie auf diese Weise politisch mündige, bewusste junge Menschen - Friedensstifter - werden.
Jüdische und palästinensische Jugendliche aus Israel lassen sich mit Gleichaltrigen aus Ungarn und Österreich auf das Experiment ein, die Utopie Frieden Realität werden zu lassen. In zehn Tagen entsteht im malerischen Waldviertel eine neue kleine Welt, in der neben den bestehenden sprachlichen und politischen Divergenzen auch eine gemeinsame Sprache und Formen der Kooperation entwickelt werden.
Gerald Muthsam hat das Projekt der Psychoanalytikerin Evelyn Böhmer-Laufer mit der Kamera dokumentiert.
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- Regie
- Gerald Muthsam