Kamera: Stefan Biebl Musik: Gerd Baumann Verleih: Luna Film Autor: Marcus H. Rosenmüller, Christian Lerch Filmstart: 10.11.2006
Als der 11-jährige Sebastian zufällig erfährt, dass seine Mutter bei seiner Geburt gestorben ist, beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen.  Man hat's nicht leicht als "Rotzbub" im katholischen Bayern, wo der Herrgott allgegenwärtig ist und keine noch so kleine Sünde ungesehen bleibt! Und Sünden hat sich der elfjährige Sebastian (Markus Krojer) schon genug aufgeladen in seinem jungen Leben. Weil seine Mutter bei seiner Geburt gestorben ist, fühlt er sich als ihr Mörder. Deshalb darf er auf keinen Fall sterben, und zwar niemals - sonst landet er nämlich im Fegefeuer, wie ihm sein Bruder erklärt.
Die einzige Lösung für Sebastians auswegslose Situation: er muss unsterblich werden. Die Musik erscheint ihm da als geeignetes Mittel, denn Rockstars wie Jimi Hendrix sind bekanntlich durch sie unsterblich geworden. Eifrig übt er also auf der Gitarre seiner Mutter - bis sie ihm vom verbitterten Vater (Fritz Karl) weggenommen wird.
Sebastian wird klar, dass er als Ausgleich für die begangenen Schandtaten eine gutes Werk vollbringen muss:
Eine neue Frau für den Vater muss her. Allerdings muss diese Frau vier essentielle Kriterien erfüllen: sie braucht Grips, Geschick und einen "gscheiden Oasch" - und sie muss Sebastian die Leviten lesen können!
"Wer früher stirbt" ist eine (nicht allzu) schwarze Komödie, gespickt mit Abenteuer, Romantik und Spannung, toten Großmüttern und explodierenden Kaninchen - dargebracht von einem spielfreudigen Ensemble vor der (nicht immer) idyllischen Kulisse Bayerns.
(Ewa Mayer)
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