12 Years A Slave

 USA 2013
Drama, Geschichtsfilm 17.01.2014 134 min.
8.10
12 Years A Slave

Basierend auf einer wahren Geschichte, zeigt uns dieser Film, wie verachtenswert die Sklaverei war und ist!

Saratoga/New York, Mitte des 19. Jahrhunderts: Der Afro-Amerikaner Solomon Northrup (Chiwetel Ejiofor) lebt ein einfaches aber glückliches Leben. Sein Geld verdient er sich als Geigenspieler. Zwei Fremde engagieren den Musiker für einen Auftritt und laden ihn danach auf einen Drink ein. Am nächsten Morgen ist sein Entsetzen groß: Als Solomon erwacht, befindet er sich angekettet auf einem Sklavenschiff in Richtung Louisiana. Sein Berufen auf die Freiheitsrechte des Menschen verhallen ungehört. Solomon wird verkauft und muss fortan für mehrere äußerst brutale "Master" arbeiten. Die Arbeitsbedingungen sind menschenunwürdig. Während seiner jahrelangen Gefangenschaft wird ihm klar: Wenn er jemals wieder seine Familie sehen möchte, muss er zu außergewöhnlichen Mitteln greifen, um der der Sklaverei zu entkommen.

Details

Chiwetel Ejiofor, Brad Pitt, Michael Fassbender, Michael Kenneth Williams, Benedict Cumberbatch, Paul Dano
Steve McQueen
Hans Zimmer
Sean Bobbitt
John Ridley
Tobis

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Perfekt -1
    Zuerst ein paar Fakten und ein bisschen Vorgeschichte:

    Ich als bekennender Anti Rassist habe mir immer einen Film gewünscht wo man sieht, wie die Sklaverei begonnen hat, wie die Leute damals regiert haben, und wie die Leute damals gelitten haben. Höllenqualen, ich weiß. Damals als die Serie Roots im TV war, die ich mittlerweile schon zigmal gesehen habe, wusste ich, es kann nichts Besseres geben, doch ich sollte eines besseren belehrt werden.

    Wenn ein Film 9 Oscar Nominierungen hat, 118 Filmpreise gewonnen hat, wenn er 129 weitere Filmpreise gewinnen könnte, wenn der Regisseur ein Neger ist, er heißt Steve McQueen, wie der alte Darsteller, wenn der Film den Preis als besten Film gewinnen könnte, und dass 1. x ein Regisseur den Preis einheimsen könnte, der eigentlich kein weißer ist, wenn das passiert, dann sage ich, Halleluja, dann hat die berühmteste Rede der Welt, oder einer der berühmtesten Reden der Welt, und zwar von Martin Luther King, die er anlässlich des Marsches auf Washington für Arbeit und Freiheit, an dem mehr als 250.000 Menschen teilnahmen, am 28. August 1963 in Washington, D.C. vor dem Lincoln Memorial gesprochen hat, endlich seine Wirkung erzielt. Damals als der 1 Neger in einem Film einen Preis gewonnen hat, das war Sidney Poitier, damals als Obama Präsident wurde und jetzt der 1. Nicht weiße Regisseur einen Preis als bester Film des Jahres bekommen könnte, erst jetzt werden vielleicht Menschen erkennen, was für eine große Schweinerei die Filmindustrie eigentlich bis jetzt gemacht hat indem sie nur weiße Menschen auszeichnet, und Nein, dass ist kein Zufall.

    Das Leben des unbekannten Solomon Northup der von 1808 – 1863 ungefähr lebte, der 1852 das Buch geschrieben hat, zu dem jetzt der Film ins Kino gekommen ist, dieses Leben wurden endlich verfilmt. Wie gesagt es ist ein unbekannter Mensch, bis jetzt, nun kennt ihn jeder, unwillkürlich, nun muss ihn jeder kennen, und ich kann sagen, nach dem ich den Film gesehen habe, der bis in die tiefste Seele unendlich schmerzt, dass es wirklich Zeit wird dass ihn jeder Mensch auf diesem Planeten sehen kann. Dieser Film sollte in jeder Schule gezeigt werden, in jedem Ministerium, in jeder Kirche, in jedem Heim, bei jeder Versammlung von Menschen sollte dieser Film gezeigt werden.

    Als 1851 das Buch von „Onkel Toms Hütte“ erschienen ist, hätte keiner geglaubt, dass dieses Buch getoppt werden würde, ja würde es, doch es ist in Vergessenheit geraten, erst Mitte des 20. Jahrhunderts hat man das Buch wiederentdeckt, in dem Solomon das Leben als Baumwollpflücker beschreibt. Ein Leben dass nicht mal ansatzweise wer freiwillig führen würde.

    Viele Leute mögen sich gewundert haben wieso damals ein Neger in Freiheit leben durfte, das war deswegen weil Solomon Northup, eigentlich Afroamerikaner, als Sohn des befreiten Sklaven Mintus zur Welt kam. Er lebte in New York, war ein Handwerker, und lernte Violine spielen, so gut wie kein anderer, er war damals ein ziemliches Talent, so was wie David Garrett heute.

    echt gut - 5
    Zum Schluss:

    Ich finde die Darstellung der einzelnen Figuren sehr gut gezeichnet, Technisch ist der Film einwandfrei, die Orte wo der Film gedreht wurde sind einfach sehr gut, die Schauspieler sind höchst glaubhaft, die Musik ist hervorragend, der Film ist megaspannend, er wühlt auf, er lässt dich den halben Film weinen, der Film hat wunderbare Leute, er hat eine hervorragende Geschichte, das Drehbuch ist spitze, die Dialoge sind weder zu kurz noch zu lang, hin und wieder ist der Film langatmig, der Film hat dauernd was los, er wühlt auf, er ist meiner Meinung nach einfach ein Diamant, und darum vergebe ich 97 von 100 Punkten.

    Echt schlimm - 4
    Die Handlung des Filmes:

    Die Geschichte ist sehr einfach. Im Jahr 1841 lebt der Geigenspieler Solomon Northup als ein freier Afro-Amerikaner, Ehemann und Vater von zwei Kindern in Saratoga Springs, New York. Er hat ein Gutes Leben hinter sich, er weiß was er will, er weiß was er kann und er ist ein erfolgreicher Mann. Eines Tages wird er von zwei Männern zu einem Auftritt in einem Zirkus gebeten, er könnte dort seine Kunst vorführen. Nach einer Nacht in Washington, D.C. mit den beiden Männern wacht Northup an den Boden gekettet auf. Man hat ihn betrunken gemacht, ihn betäubt und gefesselt. Im Schock von dem, was passiert ist, erkennt Northup, dass er unter Drogen gesetzt und in die Sklaverei verkauft wurde. Er hat nur ein Ziel, zu entkommen, und den Leuten zu sagen dass eine Verwechslung statt gefunden hat, leider glaubt man ihn nicht sondern schlägt ihn nur bis er die Identität von einem gewissen Platt annimmt, einem entführten Sklaven aus Georgia.

    Er wird mit der Fähre nach New Orleans transportiert, wo ihn Plantagenbesitzer William Ford als Sklave kauft. Der natürlich möchte nur eines, seine Plantage bewirtschaften, und nicht mehr, doch er hat das was andere nicht mehr haben, ein Gewissen. Er ist einer von denen die seine Sklaven halbwegs gut behandeln, sicher weiß er was seine Master auf der Plantage so mit Sklaven machen, und er kümmert sich hin und wieder schon darum dass Leute nicht einfach grundlos zusammengeschlagen werden wie auf anderen Plantagen.

    Um sein neues Leben zu ertragen, bleibt Northup in gutem Einvernehmen mit Ford, während er ihn beim Bau einer Wasserstraße unterstützt. Erfolgreich wird er als neuer Ingenieur gefeiert. Als Northups Fähigkeit, Geige zu spielen, entdeckt wird, stellt ihm Ford eine Geige bereit. Denn er hat Gefallen an ihm gefunden denn Solomon hat ein Gutes Talent, und eine wunderbar ruhige Art zu reden und zu agieren. Wegen seines Erfolges auf der Plantage wird der Aufseher John Tibeats eifersüchtig auf Northup, woraufhin es zu Streitigkeiten zwischen den beiden komm, wobei dieser verantwortlich ist dass Solomon aufgehängt wird, und dem Tode fast nahe Stunden lange auf einem Seil hängend zubringen muss.

    Um Northups Leben vor Tibeats zu schützen, schickt Ford ihn auf eine andere Plantage, die durch den brutalen Sklaventreiber Edwin Epps geführt wird. Was wiederum Ford nicht wusste, leider hat er auch den Kontakt abgebrochen zu Solomon, darum konnte er ihm nie helfen. Die Hauptaufgabe von Northup ist dort, Baumwolle zu pflücken, von der er jeden Tag 200 Pfund sammeln muss, andernfalls erwarten ihn grausame Schläge. Und die hat er oft genug erhalten. Die Sklavin, die stets die meiste Baumwolle pflückt, ist Patsey, eine sanfte Frau, für die Epps trotz der Missbilligung durch seine Frau eine starke Zuneigung entwickelt. Der wiederum verliebt sich trotz seiner Frau in Patsey, die wiederum eifersüchtig auf Patsey ist, und ihr das Leben zur Hölle macht.

    Eines Tages nach einigen Vorkommnissen eskaliert alles, Patsey wird fast totgeprügelt und Solomon hat mehr als je zu vor nur einen Gedanken, Flucht. Übrigens bei einer Vergewaltigungsszene wurde Fassbender sogar nachher Ohnmächtig weil er sich so reingesteigert hatte.

    eindrücklich - 3
    Bis heute ist übrigens das Buch noch in Amerika berühmt, und seit dem Film sowieso viel mehr, die erweiterte Buchversion mit einem 150 Seiten Anhang könnte auch irgendwann in Deutscher Sprache erscheinen, ich kaufe mir es auf alle Fälle. Und wer sich noch interessiert, Saratoga Springs feiert jährlich den Solomon Northup Day und kuratiert eine historische Ausstellung. Eines weiß ich, wenn dieser Film nicht mindestens 7 Oscars gewinnt, fliege ich nach Hollywood und hypnotisiere jeden einzelnen der Jury Mitglieder, denn dieser Film verdient es auf einem Olymp zu sein.

    Die Geschichte und alles rundherum:

    Unglaublich was ein Film alles so bewirken kann, ich hatte so viel Hass beim Anschauen des Filmes, echt unglaublich, ich habe sicher an die 3 Sessel zerstört, meiner Holden so ziemlich jedes Gewand vom Leib gefetzt, naja irgendwo muss die Wut hin.

    Der Film ist echt herrlich, alleine die Schauspieler in dem Film. Die Hauptrolle spielt ja Chiwetel Ejiofor der auch in „2012“ mitspielte, dann dazu fast nicht erkannt, den Bösewicht EDWIN EPPS, der von MICHAEL Fassbender gespielt wird, den kennen wir als Android von „Prometheus“, dann dazu Benedict Cumberbatch, der war im 12. Star Trek Film der Böse, der spielt im Film den WILLIAM FORD, dann noch Paul Dano, der mal als Sohn von Harrison Ford spielte in dem Film „Cowboys & Aliens“ der hat so was richtig gemeines an sich, ich hasse den Typen, der spielt lim Film JOHN TIBEATS, einen leicht verrückten Master, dann dazu Paul Giamatti, den man aus „Rock of Ages“ kennen könnte, er spielt THEOPHILIUS FREEMAN, ich hasse diesen Arsch, ja im Film spielt er sehr glaubwürdig, die beste Rolle hat aber meiner Meinung nach die Kenianerin Lupita Nyong’o, die im Film die gepeinigte PATSEY spielte, also wenn die Frau nicht absahnt dann weiß ich nicht, Ihre Darstellung geht teils so was unter die Haut, echt unglaublich, dann spielt noch dazu Brad Pitt mit als Kanadier, SAMUEL BASS, und Alfre Woodard, aus dem Film „The Core“, die spielt im Film die Mistress SHAW, auch sehr gut hat mir im Film die Rolle von MARY EPPS gefallen, gespielt von Sarah Paulson, ich hasse sie im Film, ich hätte ihr am liebsten den Hals umgedreht, und sonst noch ein paar unbekannte Darsteller.

    Das Beste ist ja dass der Film 20 Millionen US $ gekostet hat, 128 Millionen US $ hat er weltweit nur eingespielt, aber immerhin, für einen anspruchsvollen Film super.

    Gedreht wurde übrigens im französischen Stadtteil von New Orleans und auch sonst in der Nähe. Wer sich jetzt wundert wieso der Film so nach Dokumentation wirkt, ja man hat ein bisschen Farbe weggenommen und ein paar Kameraeinstellungen verändert, darum wirkt dass ganze geschichtlicher, kühler, härter brutaler und überhaupt viel besser. Unglaublich wenn man die Filmkritiken liest, Überall ist es klar dass es kein Wohlfühlfilm ist aber ein notwendiger, überall sind die Leute aus dem Häuschen, sie sind begeistert, der Film polarisiert, wird pragmatisch erzählt, hat eine herrliche Filmmusik von Hans Zimmer, die sich unglaublich gut ins Geschehen einbrennt, die wirklich gut wirkt, die Bilder dieses großartigen Filmes sind einfach perfekt, alles ist durchgestylt, die Meisten sind selber überrascht dass dieser einfache 130 Minuten Film so eine gute Wirkung haben konnte, sicher ist der Film oft etwas langatmig, es fehlt oft der Thrill und das gewisse Etwas, aber ich glaube das war hier nicht nötig, und selbst wenn der Film Fehler hat, ist mir egal, für mich ist es der Beste Film des Jahres definitiv.

    Super - 2
    1829 heiratete er seine Frau, und lebte mit Ihr in Washington D.C., und eines Tages als er einem Auftrag entgegenfieberte, wurde er von seinen 2 weißen Auftraggebern betrogen, nach New Orleans verkauft zu Menschenhändlern, und aufgrund einer Verwechslung nach Louisiana zum Arbeiten geschickt.

    Bis 1853, 12 Jahre lange, mußte er unter verschiedenen Auftraggebern auf deren Farmen arbeiten, das Leid mit erleben dass damals ziemlich oft an der Tagesordnung war, er erlebte Gewalt und auch Liebe, vorwiegend aber Gewalt, er hatte einige gescheiterte Fluchtversuche, bis er es schaffte 1852 mit seiner Familie Kontakt aufzunehmen über Umwege und dann in die Freiheit zu gelangen. Er hat in Folge ein Netzwerk gegründet, wo er in Not geratene Sklaven half, Zeit seines Lebens hat er sich für dessen Freiheit eingesetzt und konnte sogar noch mit erlebe wie der nötige Sezessionskrieg stattgefunden hat, der zwar 600.000 Menschen das Leben gekostet hat, zwischen Nord und Süd, aber die verdammte Sklaverei abgeschafft hatte.

    Hätte das längst in Vergessenheit geratene Buch die Historikerin Dr. Sue Eakin nicht veröffentlicht, wäre ein wertvoller Teil der Amerikanischen Geschichte gar nicht beleuchtet worden und es wäre nicht zum Besten Film der letzten Jahre geworden.

    Zu diesem Fall, und wie es weitergeht, gibt es auch einige dramatische Geschichten. Northup beschloss nämlich die Sklavenhändler aus Washington, die ihn erst in das Debakel reingeritten hat, zu verklagen, aber er hatte keinen Erfolg, auch die Zirkusarbeiter, die ihn angeredet haben, in New York oder Washington und ihn für einen Auftrag verpflichten wollten, wurden jedoch vorerst nicht gefunden. Der Fall wurde in Washington DC verhandelt, da Northup dort verkauft wurde. Leider hatte er damals auch kein Glück, was wir uns heute gar nicht vorstellen können aber leider mahlen die Mühlen in New York im 19. Jahrhundert noch langsamer als wir es gewohnt sind von heute. Obwohl er ein freier Mann war, durfte er nach den lokalen Gesetzen damals nicht gegen einen weißen Mann aussagen. Und das ist ja das nächste Debakel, denn er hat es zwar geschafft die ausfindig zu machen aber die Gesetze waren damals wirklich brutal. Einer dieser Männer verklagte daraufhin seinerseits Northup, der sich vor Gericht selbst verteidigen musste, denn dieser meinte dass sei alles Verleumdung und Northup ein großer Lügner, doch dieser ließ die Anklage jedoch später wieder fallen weil er sah dass er keinen Erfolg gegen Solomon hatte. Der Fall erlangte nationale Aufmerksamkeit, damals wusste Unzählige Leute von diesem Fall, der so bekannt war wie der Fall rund um Kinderschänder Joseph Fritzl, und die New York Times zierte am 20. Januar 1853 ihre erste Seite mit dem Prozess.

    Gelebt hatte Solon damals in Bayou Boeuf in Louisiana, einem Kuhkaff, mit so schönen alten Häusern, brutalen Sklaventreibern, und ausgebeuteten Leuten. Als damals der Bürgerkrieg in Amerika angefangen hat, wurde sein Buch zu einem US-weiten Bestseller. Übrigens, als damals die Historikerin Dr. Sue Eakin das Buch wiederentdeckte, reiste sie um eigene Kosten den selben Weg ab, den damals Solomon erlebt hat, und konnte so sehen was sich damals wirklich abgespielt hat, sie wühlte in unzähligen Archiven und kam auf wirklich menschenverachtende Tatsachen drauf.

  • Heillos überbewerteter Film..
    Hohe Erwartungen aufgrund Kritiken und der Verleihung des Golden Globe - und im Endeffekt ein langatmiger, rührseliger Schinken mit unnötiger Brutalität und unterdurchschnittlichen Schauspielern - mit der Ausnahme von Fassbinder. Der von der Thematik ähnliche Film "The Butler" ist um Längen besser, auch aufgrund des nuancierteren Schauspiels. Wer Tearjerker mit bombastischer Musik und ein paar hübschen Bildern von Südstaaten-Bayous mag, ist unter Umständen gut bedient.

  • Patseys Leid
    Der farbige Regisseur Steve McQueen (nicht noch ein Joke über seinen Namen) hat einen mutigen und konsequenten Film über das Sklavenproblem in den USA Mitte des 19. Jahrhunderts gemacht. Dabei spielt er ganz bewusst auf die harte Tour. Die Weißen sind nicht die Bösen, sie sind die Teufel. Unter ihnen leiden besonders die beiden Hauptdarsteller Solomon (Chiwetel Ejiofor) und Patsey (Lupita Nyong’o). Sie müssen, obwohl kein Paar, schier unerträgliche körperliche Schmerzen erdulden. Nichts wird beschönigt: Vergewaltigung und Auspeitschen der Sklaven sind an der Tagesordnung. In einer furchteinflößenden Atmosphäre der Rechtlosigkeit bestimmt erst ein humaner Sklavenhalter (Benedikt Cumberbatch) das Leben der Leibeigenen, gefolgt vom üblen Plantagenbesitzer Epps (Michael Fassbender). Der überzeugt als Menschenschinder der schlimmsten Sorte. Er lebt nicht wie ein Schwein, er ist eins. Von den beiden Cameos (einmal Paul Giamatti als fieser Sklavenhändler) ist das von Brad Pitt (auch Produzent) das entscheidendste. Er liefert sich ein intellektuelles Rededuell mit Epps, in dem er mit vollster Logik darlegt, warum Sklaverei weder religiös noch rechtlich oder ökonomisch haltbar ist. Die Filmmusik ist von Hans Zimmer und so gibt es nebenher noch viel echten Blues, der das Bild stimmig abrundet.
    Der Film überzeugt durch eine ergreifende Story, die in einer typischen Südstaaten Atmosphäre spielt. Bemerkenswert, wie er nur in eine Richtung geht: Unrecht, Gewalt und Leid. Und selbst das erwartete Happy End bleibt trotz Tränenreichtum erträglich.