1428

 China 2009
Dokumentation 117 min.
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Am 12. Mai 2008 um 14:28 Uhr ereignete sich in der chinesischen Provinz Sichuan das «Große Erdbeben von Wenchuan». Zehn Tage später: Der Dokumentarfilmemacher Du Haibin hält fest, wie einfache Leute im Gebirge Altmetall aus den zerstörten Schweinefarmen bergen oder die Häuser von Opfern plündern. Neben den offiziellen Regierungsvertretern stehen trauernde Familien, die nach ihren Angehörigen suchen. Man sieht, wie ein Vagabund in zerlumpter Kleidung durch die Ruinen wandert und die tragischen Szenen beobachtet. Ein Mönch behauptet: «Das Erdbeben ist die Folge davon, dass die Erdgötter nicht mehr verehrt werden.» Mehrere Monate später: Ein harter Winter, die Dorfbewohner treffen Vorbereitungen für das Neujahrsfest, die Familien beklagen sich über die schlechte Handhabung von Wiederaufbauprogrammen und Katastrophenfonds. Du Haibins Dokumentation 1428 hält alltägliches Heldentum fest, wie die Opfer in den Trümmern ihr Leben wieder aufbauen. Ich konnte nicht anders, als diese absurde Realität zu dokumentieren, die ich nicht sehen wollte und die auch die offiziellen Medien nicht zeigten. Getreide kann neu gesät werden, zerstörte Häuser wieder aufgebaut werden. Schmerz kann gelindert werden, Erinnerungen können verblassen, doch solche Katastrophen können erneut geschehen. Dieser Film ist in stillem Gedenken jenen gewidmet, die beim Erdbeben in Sichuan ums Leben kamen. (Du Haibin)

(Text: Viennale 2009)

Details

Du Haibin
Xu Chunsong, He Miaoshu
Liu Ai'guo
Du Haibin

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