4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage

 Rumänien 2007

4 luni, 3 saptamâni si 2 zile

Drama 25.01.2008 113 min.
7.90
4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage

Bukarest 1987: Die Geschichte zweier Frauen, von denen sich eine zu einer Abtreibung durchringt. Der "Engelmacher" erweist sich als gewalttätiger Erpresser.

In seinem zweiten Spielfilm erzählt Mungiu die ebenso spannende wie berührende Geschichte der aufopferungsvollen Freundschaft der jungen Studentin Otilia zu ihrer Zimmerkollegin Gabita. Vier Monate, drei Wochen und zwei Tage ist es her, dass Gabita mit einem unvorsichtigen Mann geschlafen hat - viel zu lange, um das ungewollte Kind abtreiben zu lassen. Und während Gabita noch eine letzte Zigarette ausdrückt und verloren in die Welt blickt, handelt Otilia mutig und entschlossen, treibt Geld und ein Hotelzimmer auf und verhandelt mit dem Mann, der den illegalen Eingriff vornehmen soll und der aus Gabitas Notlage doch nur Kapital schlagen will.

Details

Laura Vasiliu (Gabita), Anamaria Marinca (Otilia), Vlad Ivanov (Bébé), Alexandru Potocean (Adi)
Cristian Mungiu
Oleg Mutu
Cristian Mungiu
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Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Schockierend ehrlich
    Der 1. Teil ist der Ausgangspunkt der Handlung: zwei Freundinnen haben eine Abtreibung in einem Hotelzimmer arrangiert. Die eine, die Leidtragende, die andere, Otilia, die Aktivere. Hier ziehen uns die unheimlich langen, wortlosen Szenen mit hinein in das Geschehen und setzten erste Denkanstösse.
    Im 2. Teil läuft das Kontrastprogramm: eine Familienfeier. Alles quatscht sinnfrei durcheinander, singt und säuft. Mittendrin die schweigende Otilia. Der Zuschauer wird gezwungen zu erkennen, was ihr durch den Kopf geht, während die Worte an ihr vorbeirauschen - alles, nur nicht wie man Kartoffelpuré macht.
    Dann im 3. Teil kommt die Auseinandersetzung mit ihrem Freund. Hier werden wenn auch nur hypothetisch die unterschiedlichsten Ansichten hinsichtlich einer möglichen Abtreibung bei ihnen deutlich und damit wächst die Distanz zwischen ihnen. Es entsteht eine Atmosphäre der klaustrophobischen Angst, besonders bei der Entsorgung des Fötus: es ist Nacht, man fühlt sich beobachtet, die Kamera ganz dicht dran, wackelt hinterher. Und wenn man dann noch die die Situation unter Chaucescu mit seiner Securitate im Hinterkopf hat, wächst sich das zu einem menschlichen Albtraum aus.

  • Keine leichte Kost!
    Sicher ein guter Film, er ist aber nicht für den leichten Zeitvertreib am Abend geeignet. Es zieht einen richtiggehend hinein, was selten bei Filmen vorkommt. Wenn es vorkommt sieht man es positiv, aber: Hier wollte ich nach einer halben Stunde aufstehen und gehen, weil ich es fast nicht ausgehalten hab, so erdrückend und trist war die Stimmung, die Stille, das beharrliche "Daufbleiben" der Kamera, auch wenn nichts geschieht, was man sehen kann - man spürt es nur. Ich bin nicht aufgestanden, weil ich das ersten noch nie gemacht hab und zweitens wollte ich doch wissen welch ein Ende die Geschichte nimmt.

  • Themaverfehlung
    eine tragische Geschichte aus einer düsteren Zeit mitten im kommunistischen Rumänien. Durch die Erzählung und minutiöse Abfilmung einer verbotenen Abtreibung wird der Film aber eher eine Aufklärung über das Thema illegaler Schwangerschaftsabrrüche als eine Kritik eines kommunist. Systems, was er aber vermutlich sein wollte. In Summe: bedrückend, gut gespielt, aber ohne wirkliche Aussage

    Re:Themaverfehlung
    Nur weil Sie nicht verstanden haben, worum dem Film geht, liegt noch lange keine Themenverfehlung vor ...