A Long Way Down

 GB 2014
Literaturverfilmung, Tragikomödie 04.04.2014 ab 12 96 min.
6.40
A Long Way Down

Vier Menschen treffen in der Silvesternacht zufällig auf dem Dach eines Londoner Hochhauses aufeinander. Alle mit dem gleichen Vorsatz: Martin, JJ, Maureen und Jess wollen ihrem Leben ein Ende setzen.

Überrumpelt von der unerwarteten Gesellschaft, springt allerdings keiner der vier Lebensmüden. Stattdessen verbringen sie den Rest der ereignisreichen Nacht gemeinsam und schließen bei Sonnenaufgang einen Pakt: Neuer Selbstmordtermin ist der Valentinstag und bis dahin bringt sich niemand um. Es bleiben sechs Wochen, die gemeinsam überlebt werden müssen ...

Details

Aaron Paul, Rosamund Pike, Toni Collette, Imogen Poots, Pierce Brosnan
Pascal Chaumeil
Dario Marianelli
Ben Davis
Jack Thorne nach Nick Hornby
Thimfilm
ab 12

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Die Vier vom Dach
    Es ist der witzigste und zugleich charmanteste Film über einen kollektiven Suizid vom Dach eines Londoner Hochhauses. Da treffen sich am Silvesterabend Martin (Pierce Brosnan) ein gescheiterter Fernsehmoderator, Maureen (Toni Collette) eine Hausfrau mit einem schwerstbehinderten Sohn, Jess (Imogen Poots) die Tochter eines Politikers (Sam Neill), die über den Tod ihrer Schwester nicht hinwegkommt und J.J. (Aaron Paul), der sich und anderen ständig etwas vormacht. Alle haben einen Grund zu springen. Im Grunde ist jeder von ihnen aber nur total vereinsamt. Also drehen alle erst einmal richtig auf als Ersatz für den aufgeschobenen Selbstmord.
    Aus den Vieren werden echte Freunde. Und das wird so erzählt, dass man herzhaft lachen kann, denn viele ganz normale Bemerkungen bekommen einen schwarzhumorigen Beigeschmack, wenn man sich die ursprüngliche Absicht der Kandidaten vor Augen führt. Doch es bleibt nicht beim Schenkelklopfen, weil mehrmals der Schalter umgelegt und der ganz persönliche Hintergrund beleuchtet wird. Da sind dann urplötzlich echte Emotionen im Spiel. Und hier steht keiner des Ensembles dem anderen nach. Überraschend wandlungsfähig zeigt sich hier Pierce-007-Brosnan, dem der Spagat vom Promi zum Normalo glänzend gelingt. Ebenso wie Toni Collette, die sich als lebensfremdes Hühnchen mit Selbstvorwürfen zerfleischt. Imogen Poots ist herrlich durchgeknallt und Aaron Pauls One-Night-Stand gibt einen kräftigen Seitenhieb auf die Boulevardpresse ab. Beim finalen skypen bieten Jess und J.J. noch ein kleines Überraschungszuckerl. Regisseur Pascal Chaumeil hat seinen Nick Hornby voll verstanden. Großartig!