Ein Geheimnis

 F 2007

Un secret

Drama, Literaturverfilmung 10.04.2009 100 min.
6.90
Ein Geheimnis

Paris in den 50er-Jahren. Der kleine François ahnt, dass in der Vergangenheit seiner Eltern etwas verborgen ist, von dem er nichts weiß und niemals erfahren soll.

Paris in den 50er-Jahren. Der kleine François, ein Einzelkind, hat den großen Wunsch, den Ansprüchen seines Vaters Maxime gerecht zu werden. Dieser ist ein großer Sportler, und er versucht immer wieder, seinen Sohn zu sportlichen Höchstleistungen anzutreiben. François jedoch schafft es nicht, den Ansprüchen gerecht zu werden. Der Bub erfindet einen imaginären Bruder, der alles kann, und kompensiert so sein Versagen. Als François eines Tages auf dem Dachboden des Elternhauses ein altes Stofftier entdeckt, reagiert seine Mutter entsetzt und versteckt es sofort wieder in dem alten Koffer. Der Sohn spürt, dass in der Vergangenheit seiner Eltern etwas verborgen ist, von dem er nichts weiß und niemals erfahren soll.

Das Drehbuch beruht auf Philippe Grimberts Roman Ein Geheimnis. Obwohl es darin "um die Zerstörung einer Ehe durch eine leidenschaftliche Liebe und den Tod zweier Menschen im Holocaust geht, wirkt das behutsam erzählte Buch von Philippe Grimbert still und poetisch. Es handelt sich um eine autobiografische, durch die Kontrastierung der naiven Vorstellung eines Kindes mit der Realität besonders ergreifende Geschichte." (Dieter Wunderlich)

(Text: Jüdisches Filmfestival Wien 2008)

Details

Cécile De France, Patrick Bruel, Ludivine Sagnier, Julie Depardieu, Mathieu Amalric, u.a.
Claude Miller
Zbigniew Preisner
Gérard de Battista
Claude Miller, nach einem Roman von Philippe Grimbert
Polyfilm

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Flüchten oder Standhalten
    Es ist eine weitere, wahre Geschichte vom Überleben der Franzosen im von den Deutschen besetzten Land. Wieder geht es um Repressalien gegen die Juden und um die Frage: sich anpassen, fliehen oder negieren. Doch die Art und Weise, wie Claude Miller diese Geschichte erzählt, ist schon bemerkenswert. Er schildert die ungewöhnliche Liebesgeschichte zweier jüdischer Sportskanonen aus der Perspektive ihres neugierigen Sohnes. Hierbei spielt die Frage, ob ein Jude auch einer sein will, eine nicht ganz unbedeutende Rolle. Geschickt werden in verschiedenen Farben die Zeitebenen gewechselt und das Geheimnis, obwohl schon lange vorher zu erahnen, erst ganz am Ende gelüftet. Aber diese Hinführung zur Aufklärung ist einfach gut gemacht. Leider mündet die erstaunliche Story in einen Dokumentarfilm, was völlig überflüssig ist. Die Authentizität belegt ein Hinweis im Vorspann hinreichend. Somit entzaubert sich der Film im Dienste der historischen Wahrheit am Ende selber.

  • Flüchten oder Standhalten
    Es ist eine weitere, wahre Geschichte vom Überleben der Franzosen im von den Deutschen besetzten Land. Wieder geht es um Repressalien gegen die Juden und um die Frage: sich anpassen, fliehen oder negieren. Doch die Art und Weise, wie Claude Miller diese Geschichte erzählt, ist schon bemerkenswert. Er schildert die ungewöhnliche Liebesgeschichte zweier jüdischer Sportskanonen aus der Perspektive ihres neugierigen Sohnes. Hierbei spielt die Frage, ob ein Jude auch einer sein will, eine nicht ganz unbedeutende Rolle. Geschickt werden in verschiedenen Farben die Zeitebenen gewechselt und das Geheimnis, obwohl schon lange vorher zu erahnen, erst ganz am Ende gelüftet. Aber diese Hinführung zur Aufklärung ist einfach gut gemacht. Leider mündet die erstaunliche Story in einen Dokumentarfilm, was völlig überflüssig ist. Die Authentizität belegt ein Hinweis im Vorspann hinreichend. Somit entzaubert sich der Film im Dienste der historischen Wahrheit am Ende selber.