A Single Man

 USA 2009
Drama, Literaturverfilmung 16.04.2010 ab 14 99 min.
7.60
A Single Man

Für sein Filmdebüt hat sich Modedesigner Tom Ford den 1964 erstmals veröffentlichten Roman "Der Einzelgänger" von Christopher Isherwood ausgesucht.

Los Angeles, 1962, auf dem Höhepunkt der Kubakrise: George Falconer
(Colin Firth), ein britischer Professor, bemüht sich, seinem Leben nach
dem Tod seines langjährigen Partners Jim (Matthew Goode) wieder eine
Bedeutung zu geben. Gefangen in der Vergangenheit, sieht er keine
Zukunft mehr, doch die Ereignisse und Begegnungen eines einzigen Tages
verhelfen ihm zu einer Entscheidung darüber, ob nach Jim noch ein Sinn
existiert. Trost findet George bei seiner besten Freundin Charley (Julianne
Moore), einer Schönheit von 48 Jahren, die selbst mit Zukunftsfragen zu
kämpfen hat. Kenny (Nicholas Hoult), ein junger Student von George, der
gerade mit sich selbst ins Reine kommen muss, verfolgt seinen Professor,
in dem er eine verwandte Seele zu erkennen glaubt.

Details

Colin Firth, Julianne Moore, Matthew Goode, Nicholas Hoult, Ginnifer Goodwin, u.a.
Tom Ford
Abel Korzeniowski
Eduard Grau
Tom Ford, David Scearce
Constantin
ab 14

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Der Unverheiratete
    Falls einen die Schwulenproblematik nicht interessiert, dann sind es hier die tollen Bilder, die seltenen Einstellungen und die Erzählweise in Retrospektiven, die beeindrucken. Aber auch die frechen Dialoge sind keineswegs von der Hand zu weisen. (‘Liebhaber sind wie Busse. Man muss nur warten, bis der Nächste kommt.‘). George (Colin Firth) schwankt in seiner Bisexualität zwischen den Polen hin und her. Am Anfang steht der Tod seines Liebsten (Matthew Goode), am Ende sein eigener. Dazwischen versucht Julianne Moore (‘Mein Leben in der Vergangenheit ist meine Zukunft‘), seine Jugendliebe, und ein schöner Student (Nicholas Hoult) bei ihm zu landen. Doch die tiefe Todessehnsucht bleibt, wobei die Selbstmordversuche schon grotesk erscheinen. Die Verunsicherung in einem Leben zwischen den Fronten mündet in der Zwangsläufigkeit der Ereignisse. Offen bleibt, ob George an gebrochenem Herzen oder an Tabletten stirbt. Es ist überraschend und irgendwie unvollendet, weil mitten drin. Erst beim gedanklichen Nachkarten erkennt man, wie obsessiv neurotisch die Vorstellungen von George von Anfang an bereits waren. Dann ist es tragisch.