Absurdistan

 D 2009
Drama, Komödie 87 min.
6.80
Absurdistan

Ein Film mit der Kraft des Balkans: Grotesk, aberwitzig, frech, unendlich kreativ und liebenswürdig. Regisseur Veit Helmer drehte den Film, nachdem er in der Zeitung gelesen hatte, dass in dem türkischen Dorf Sirtköy die Frauen in einen Sex-Streik getreten waren, um die Männer zur Reparatur eines Wasserrohres zu bewegen.

Ein abgeschiedenes Dorf, irgendwo zwischen Europa und Asien, in einer Zeit zwischen gestern und heute. Seit ihrer Kindheit gelten Aya (Kristýna Malé?ová) und Temelko (Maximilian Mauff; "Die Welle", "Berlin Calling") als füreinander bestimmt. Nun fiebern sie endlich der ersten Liebesnacht entgegen. Diese wird nach alter Tradition mit Hilfe der Sterne festgelegt und mit einem gemeinsamen Bad begonnen. Doch kurz vor dem ersehnten Termin versiegt der Brunnen. Als die Männer des Dorfes keinerlei Anstalten machen, den Schaden zu beheben, greifen die Frauen zu einem drastischen Mittel: Sie werfen die Männer aus den Ehebetten, ziehen einen Zaun quer durch Dorf, der Männer und Frauen trennt, und treten in einen Streik: ohne Wasser kein Sex. Auch Aya schlägt sich auf die Seite der Frauen. Um seine Liebe zu retten und die glücksverheißende Sternenkonstellation für die erste gemeinsame Nacht nicht zu verpassen, setzt Temelko alles daran, den Brunnen wieder zum Sprudeln zu bringen. Dabei muss er zu ungewöhnlichen Mitteln greifen...

"Absurdistan" - ein Ort, ein Zustand, ein Gefühl? Auf jeden Fall romantisch, surreal, traumwandlerisch poetisch und zeitlos zauberhaft. Ein Kinofilm an den Rändern der Realität, wo Märchen, Magie und Visionen verschmelzen. Mit skurriler Komik und überbordendem Einfallsreichtum entwirft Veit Helmber wie schon in seinen Filmen "Tuvalu" (1999) und "Tor zum Himmel" (2003) eine eigene Welt, reich an filmischen Zitaten und Anspielungen.
Ein Film für Cineasten und Mensch die irgendein Dorf in irgendwelchen Bergen mögen.

Details

Kristyna Malérová, Max Mauff, Nino Chkheidze, Ivane Ivantbelidze
Veit Helmer
Shigeru Umebayashi
Giorgi Beridze
Zaza Buadze, Veit Helmer

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