Antoinette Zwirchmayr: Eine Triologie

Der Zuhälter und seine Trophäen (2014) Text: Angelika Reitzer; Kamera: Rosa John; Musik: Squalloscope & Matthias Peyker; Produktion: Carmen Weingartshofer. 35mm, Farbe, 21 min
Josef – Täterprofil meines Vaters (2015) Text: Angelika Reitzer; Kamera: Leena Koppe; Musik: Matthias Peyker; Produktion: Carmen Weingartshofer. 35mm, Farbe, 18 min
Im Schatten der Utopie (2017) Text: Angelika Reitzer; Kamera: Antoinette Zwirchmayr; Musik: Matthias Peyker; Produktion: Klara Pollak. 35mm, Farbe, 24 min

Im Schatten der Utopie, der letzte Teil von Antoinette Zwirchmayrs bestechender Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit, führt eine Familiengeschichte an ihr konsequentes – und überraschend befreiendes – Ende. Der erste Film beschäftigte sich bruchstückhaft mit dem Dasein des Großvaters als Bordellbesitzer, der zweite mit dem Banküberfall des Vaters in jungen Jahren und seiner Flucht nach Brasilien. Nun findet eine weitere – entscheidende – Perspektive Einlass in das Triptychon: Sichtbar und hörbar wird zum ersten Mal explizit die Stimme der Frau, die auf den Großvater und Vater geblickt hat und um die es in all den Männergeschichten geht, jene Frau, die auch die Filmemacherin ist. Sie kehrt hier deutlicher hervor, was seit Anbeginn ihre Intention war: in das farben- und formenreiche Universum der erinnerten Dinge eine Ganzheit einführen, die das Gewebe noch enger flicht und gerade darin das Potenzial freilegt, sich von ihm zu lösen. (A.B.)

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