Assoziationskino und Skriptvernichtung

 
Assoziationskino und Skriptvernichtung

TAXI FÜR HERRN SKARVANNEK
BRD 1968
35 Minuten
REGIE H.-C. Stenzel
BUCH H.-C. Stenzel, Hans Frick nach einer Cocteau'schen Vorgabe
SCHNITT Rosemarie Stenzel-Quast
MIT Hans Richter, Robert Wolfgang Schnell, Peter Michl Bernhard

STAUB, DER AN ASCHE ERINNERT
BRD 1967
52 Minuten
REGIE H.-C. Stenzel
BUCH H. C. Artmann, H.-C. Stenzel
TONGESTALTUNG, SCHNITT Rosemarie Stenzel-Quast

TAXI FÜR HERRN SKARVANNEK: Sieben Taxifahrer weigern sich, ein verstorbenes Unfallopfer zu seinem Zielort zu fahren. Sieben Laiendarsteller und der Schauspieler Hans Richter, der während der Drehaufnahmen durchdrehte. Ein Titel wie für eine TATORT - Folge. Geträumter Inhalt: Schwarzweiß möglichst, viele Unter- und Obersichten, polnische Schieber, korrupte deutsche Beamte, eine holländische Autostopperin ... STAUB, DER AN ASCHE ERINNERT ist das Protokoll einer Reise mit H. C. Artmann durch London und Island mit Edgar Allan Poe im Gepäck. Assoziationsbilder »kommentieren« den Text (siehe auch DIE BLUMEN DES BÖSEN , Programm 6). Der Bayerische Rundfunk eröffnet mit diesem Film sein III . Programm. »Beim E.-A.-Poe-Film mit Artmann und später dem Baudelaire- Film mit Gerhard Rühm stand eine medienadäquate Fernsehsprache, genauer -lyrik im Mittelpunkt.« Auf den Kern gebracht, definiert Stenzel den Unterschied von Film und Fernsehen mit der Position des Rezipienten, der beim Ersteren seine Identität in den Film gibt (Identifikationsfaktor) und beim Letzteren außen vor bleibt, um das Werk insgesamt als Kommunikationspartner zu nehmen (Dialogprinzip). (geh)

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