Kino: Kunstform oder Unterhaltung ?

 
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Barbara Marschat ist Studentin der Publizistik und Kommunikationswissenschaft und arbeitet an einer an einer wissenschaftlichen Arbeit über das Thema " Wird Kino vom Publikum noch als Kunstform bzw. kreatives Schaffen beurteilt, oder als reine Unterhaltung angesehen?".
Zu diesem Thema möchte sie auch Meinungen der Kinobesucher einbeziehen.

Aus diesem Grund haben wir dieses Userforum eingerichtet und bitten die Film.at-User fleißig zu diesem Thema diskutieren und ihre Meinung dazu bekanntzugeben.

Danke, das Film.at Team
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User Kritiken

  • Männlich
    Ich finde Matrix ist der Kult Film 99 und das Cackie Caen Filme nicht in Kinos gehören aber das Filme wie Ich weiss noch immer was du letzten Sommer getan hast nicht unter die 18 Gränze Fallen darf dieser Film konnte locker für 12-16 Jahrige zugelasen werden.
    Aber was alle Kino Rekorde Sprengen wird ist STAR WARS Ebisode 1 denn das ist ein Film für Alt und Jung und George Lucas ist ein Meister auf dem Gebitt und das kann keiner schafen ausser ER.
    Ich finde das war recht gut für den Anfang.

    Re:Männlich
    Wenn man nicht einmal "Jackie Chan" richtig schreiben kann, sollte es mann es
    lieber lassen sich über seine filme aufzuregen! Aber da ja sowiso ungefaehr
    10 fehler in diesem kurzen text sind, darf man auf deine meinung ja wohl verzichten!

  • KUNST ODER UNTERHALTUNG
    Ihc finde diese Frage ist ganz einfach! Manche Filme wie z.B welche von Quantin Tarantino sind für mich Kunst! Wenn man sich die kleinen Details ansieht erkennt man das es Kunst ist. Versteckte Botschaften, intellektuelle Witze usw. gibt es nicht in jedem Film! Das dumme daran ist, daß beim Übersetzten vom Englischen ins Deutsche viel von diesem Wortwitz verloren geht.
    Starship Troopers ist z.B. nur für die Unterhaltung und zum Kassenfüllen gedreht worden! Der hat weder Stiel noch sonst irgendetwas Kunstvolles an sich!
    Also alles in allem finde ich, das man Kunst und Unterhaltung nicht gegenüberstellen sollte, da es beide Arten gibt!

    Re:KUNST ODER UNTERHALTUNG
    Stil schreibt man nicht mit "e" oder habe ich einen der hintergründigen Witze nicht verstanden ??

    Re:Starship Troopers
    Eigentlich will ich dieses Forum nicht dazu missbrauchen über einzelne Filme zu debattieren, aber in diesem Fall kann ich mich nicht zurückhalten, erneut meinen Senf dazuzugeben. Mir tut es immer wieder weh, wenn ausgerechnet über "Starship Troopers" hergezogen wird. Immer wieder erstaunlich, wie sehr man etwas doch missverstehen kann. Noch eindeutiger etwas als Satire darstellen, kann man doch wohl nicht mehr. In wunderbarer Art und Weise wird hier das Prinzip des Faschismus mit den Mitteln des SciFi verwoben. Das geniale an dem Film ist, daß er als Popcorn-Kino konzipiert ist und als solches gleichermaßen funktioniert. Wer hier so blauäugig ist und nur die vordergründige Story als einzige Intention des Regisseurs sieht, tut mir wirklich leid. Denn er hat nicht eine Minute dieses wirklich wunderbaren und herrlich unterhaltsamen Machwerks verstanden.

  • Kunst/Film - Film/Kunst
    Ist Film Kunst? Gegenfrage: Scheisst der Baer in den Wald? Ich meine, diese Begrifflichkeiten sind nicht wirklich zu trennen. Eines greift ins Andere, - ein Mix aus den Intentionen der Filmemacher, der Rezeption durch das pt. Publikum (inkl. Kritiker) und nicht zuletzt der Auswirkung eines Films auf die (Populaer)Kultur zum jeweiligen oder spaeteren Zeitpunkt , - all dies traegt dazu bei, ob von einem Fim nun als Kunstwerk oder als "reine Unterhaltung" gesprochen wird. Manche Filme werden aus dem Kalkuel heraus gedreht, das schnelle Geld zu machen, - zehn Jahre spaeter werden sie in Cineastenkreisen als "Kunst" gehandelt (Beispiele Roger Corman- oder Russ Meyer-Filme), manches wird mit der Einstellung "Mein Film ist Kunst und wird die Filmwelt veraendern" gedreht, - Jahre spaeter ist es allen peinlich, jenes Machwerk einmal fuer gut befunden zu haben (z. B. einiges von Fellini, und in zehn Jahren wahrscheinlich Tarantino). Dann gibt

  • Entschuldigung
    Entschuldigung, wenn mein Beitrag mehrmals da ist. Hatte Probleme mit ... ja, womit eigentlich?

  • sehe ich auch so
    Ich kenn mich den bisher gebrachten Beiträgennur anschliessen. Wenn ich auch vielleicht andere Filme als Beispiele für Kino mit durchaus künstlerischen Anspruch herangezogen hätte, wie etwa "Delikatessen", "Stadt der verlorenen Kinder" etc. Aber gerade dieser Unterschied beweist ja, dass Geschmäcker verschieden sind und damit auch die Einstufung als Kunst oder reine Unterhaltung individuell sein muss. Ich sehe auch keine Trennung zwischen Unterhaltung und Kunst in dem Sinn dass sie gegensätzliche Attribute sind. Für mich stellen die künstlerischen Filme qualitativ eine Obermenge der unterhaltenden Filme dar. Das heisst, dass ein Film, der mich nicht unterhält (im eigentlichen Sinne - also fesselt, fasziniert, betroffen macht etc, also wo ich mich nicht langweile oder ununterbrochen nur darüber lache wie blöd er eigentlich ist - the Mummy ist in der Hinsicht ein genialer Film selten so gelacht) für mich auch nicht als Kunstwerk gelten kann. Der ist dann nicht gut gemacht und deshalb auch nicht Kunst.
    Tja, dies einmal so als kleiner Einwurf - vielleicht sehe ich mich ja im Laufe der Diskussion so herausgefordert, dass ich noch was einwerfen muss ;-). Auf jeden Fall wünsche ich Barbara alles Gute für ihre Arbeit.

  • Fortsetzung
    Kunst ist natürlich ein sehr dehnbarer Begriff. Filme wie "Rebel without a Cause", "Clockwork Orange", "Natural Born Killers" oder auch "Pulp Fiction" kommen für mich diesem Beriff zB deshalb sehr nahe, weil sie auch über das Medium hinaus Wirkung zeigen. Diese Filme beeinflussen ganze Generationen in ihrem Handeln und Denken, zeigen unbewußte Ängste, Aggressionen auf, spielen mit ihnen, führen den Betrachter in die eigenen Untiefen der menschlichen Psyche oder beeinflussen einfach andere Filmemacher in ihrem künstlerischen Schaffen. Es ließe sich über viele einzelne Filme endlos debattieren. Andererseits möchte ich aber auch zB einen "Weissen Hai" nicht als billigen Kommerz abtun, weil er mit seinen filmischen Mitteln einen bis dato unerreichten Schock produzierte. Perfekte Unterhaltung.
    Interessanterweise kommt immer dann ein Mief auf, wenn es sich um - zumeist europäische - Produktionen handelt, die für sich selbst "die Kunst" als oberstes Gebot in Anspruch nehmen. "Kunst darf niemals langweilen". Stimmt. Daß es auch anders geht - Filme mit vielleicht ernsteren Themen, mit hehren Anliegen zu schaffen und trotzdem nicht zu langweilen - beweisen Werke wie "Das Fest", "Funny Games" oder "Buffalo 66". Daß das nicht jedermanns Sache ist ist klar, sollte aber nicht zu einer Diskussion über Sinn oder Unsinn oder eben Kunst oder Nicht-Kunst führen.
    Ich denke die Frage stellt sich wirklich mehr nach dem Betrachter, also dem Publikum. 90% der heute im Kino gezeigten Filme sind Produktionen, die einer milliardenschweren Industrie entstammen, die sich nur dem Unterhaltungsdrang ihrer Kunden unterwirft. Denn ebenso 90% des Publikums sehnt sich nach dieser Art Filme, sonst wäre das Verhältnis ein anderes. Genauso wenig, wie man jedoch einer Maria Callas oder einem Andy Warhol die Kunst absprechen würde, genauso wenig sollte man am künstlerischen Potential der Filmemacher rütteln. Denn Unterhaltung ist eine Kunst.

  • Unterhaltung ist eine Kunst
    Von wem ist die Frage. Kino war von Anfang an als Unterhaltungsmedium konzipiert. Bereits die ersten Filme um die Jahrhundertwende waren in erster Linie Jahrmarktsensationen. Der erste Western wurde 1900 öffentlich vorgeführt. Kino war, ist und bleibt vordergründig Unterhaltung. Wie jedes Unterhaltungsmedium kann man natürlich auch den Film für Kunst "missbrauchen". Wie in jedem Bereich der Kunst, ist es nur eine Frage der Reflexion des Betrachters auf das (vermeintliche) Kunstwerk, ob er dieses als solches anerkennt. Interessanterweise definiert sich der Kunstbegriff eines Films oftmals über dessen Regisseur. Niemand wird einem Chaplin, einem Hitchcock, einem Wilder den Kunstanspruch aberkennen wollen, obwohl gerade diese Herren (neben unzähligen anderen) die Unterhaltung selbst als oberstes Credo für sich in Anspruch nahmen. Die eigentliche Frage wäre: Was ist die Kunst an einem Film? Ist es die Intention des Regisseurs, die Energie des Buches, die bis zur Selbstaufgabe reichende Hingabe seines Hauptdarstellers, das Zusammenspiel sämtlicher an einem Strang ziehender Kräfte? Vermutlich alle diese Faktoren. Ein Film wird erst dann, nicht unbedingt als Kunstwerk, aber zumindest als etwas besonderes erachtet, wenn er sich als rundherum "perfekte" Einheit darstellt. Wie eine Maschine in der alle Zahnräder einfach funktionieren müssen. Ist auch nur eines der Teile von minderer Qualität, wird auch der Gesamteindruck getrübt. Vielleicht ist es gerade die Kunst, in allen Bereichen die Qualtität am oberst möglichen Level zu halten.
    (siehe Fortsetzung)

  • nicht oder sondern und
    Ich finde die Fragestellung falsch.
    Es sollte doch beides existieren und sich nicht unbedingt als Gegenteil gegenüberstehen.
    Kann Kino nicht eine Kunstform sein und trotzdem unterhalten ?
    Kann ein Film nicht unterhalten und trotzdem künstlerischen Anspruch haben ?