Bady Minck - I have no lines on my Body

 
74 min.
film.at poster

Endlich: Wien-Premiere für Bady Mincks neuesten Film! Doch was sind schon die paar Jahre des Wartens in 950 Millionen Jahre Weltgeschichte, durch die MAPPAMUNDI mit bestechendem Bild- und Sprachwitz in einer beschleunigten Stop-Motion-Zeitreise rast. Die Beatboxer Ivory Parker und Chakrabreaker haben die fantastische Collage aus futuristischen Weltraumanimationen, historischen Weltkarten, Sprachen und Religionen unterschiedlicher Epochen und Kulturkreise vertont. Gleichzeitig stellt Bady Mincks zweiter Langfilm eine fast wissenschaftliche Genauigkeit unter Beweis. Mit den Wahrnehmungsebenen von Hören und Sehen und der Visualisierung von Musik spielt das zweite Kapitel der Werkschau, in der Bady Mincks Kollaborationen mit dem Klangforum Wien sowie der DER MENSCH MIT DEN MODERNEN NERVEN – eine Hochgeschwindigkeitsfahrt durch das Rückenmark von Adolf Loos – zu sehen sind.

Filme:

ATTWENGERS LUFT
Bady Minck • Österreich/Luxemburg 1994/95 • 3 min • dOF ´

Die Alpenrapper Attwenger unter dem Messer der Trickkamera: Reale Fotogesichter werden mit gemalten Körpersymbolen kombiniert; Frisuren geraten außer Kontrolle, tanzen Polka auf dem Kopf; und die von der Animation unterworfenen Musiker jagen im Rhythmus ihrer »Quetschn« über die Leinwand.

DAS SEIN UND DAS NICHTS
Bady Minck • Österreich/Luxemburg 2007 • 10 min • OF

Sie sehen was Sie hören in Bady Mincks visueller Umsetzung einer Original-Komposition von Beat Furrer für das Klangforum Wien: DAS SEIN UND DAS NICHTS visualisiert eine phantastische Reise in das Innere der Partitur. Die MusikerInnen erscheinen und verschwinden wie Noten und Klänge. Bady Minck gibt der Musik einen virtuellen Raum – vielleicht spielt die zentrale Szene des Films im Kopf des Dirigenten und Komponisten, der wie ein Zauberer mittels Handzeichen die MusikerInnen exterminiert … (Martin Pieper)

SCHEIN SEIN
Bady Minck • Österreich/Luxemburg 2008 • 8 min • OF

Mit den Augen hören, mit den Ohren sehen: Eine Meditation über Seinsgewissheiten und Wahrnehmungsillusionen, eine kreisende Suchbewegung in Raum und Zeit und gleichzeitig ein Trompe l´Oeil; Morton Feldmans entdramatisierte, scheinbar aus der Zeit gefallene Musik wird im Film in ihren räumlichen Dimensionen beim Wort genommen. (Thomas Miessgang)

Teil der Serie FREE RADICALS, einem Crossover-Projekt zwischen Musik und Film von Klangforum Wien und dem Film-Laboratorium der AMOUR FOU Filmproduktion. Bady Mincks Filme für die bei der Biennale di Venezia 2007 uraufgeführte Serie erforschen die Wahrnehmungsebenen von Hören und Sehen. SCHEIN SEIN spielt mit der Täuschung von Augen und Ohren wie mit der Spannung zwischen zweidimensionalem Abbild und dreidimensionalem Raumbild. Siehe auch DAS SEIN UND DAS NICHTS.

DER MENSCH MIT DEN MODERNEN NERVEN
Bady Minck & Stefan Stratil • Österreich/Luxemburg 1988 • 8 min • OF

Eine Pyramide, gar nicht statisch, vielmehr durch Kamerafahrten, Schnitte und Überblendungen immer rascher in Bewegung gebracht. Die Kino-Illusion führt die einzelnen Teile durcheinander, fügt sie zu einer symbolhaften Zeichnung der regen Gedankengänge von Adolf Loos: Eine Hochgeschwindigkeitsfahrt durch das Rückenmark des revolutionären Architekten. (Peter Illetschko)

Zahlreiche Filmemacher haben die Stadt filmisch dargestellt, aber nur wenige haben mit dem architektonischen Material an sich gearbeitet. Aus dieser Sicht ist der Fall der Wiener Filmregisseure Bady Minck und Stefan Stratil ziemlich beispielhaft. Für ihren Film DER MENSCH MIT DEN MODERNEN NERVEN stellten sie ein Modell nach den Skizzen des Architekten Adolf Loos her, die dieser 1923 für ein Rathausprojekt in Mexiko-City entworfen hatte. Bei dem von Loos geplanten Gebäude handelt es sich um eine Stufenpyramide, die im filmischen Prozess in ein abstraktes Spiel der geometrischen Formen, der Lichter und Schatten gebracht wird, das an bestimmte Filme der 1920er Jahre erinnert, etwa an ORGELSTÄBE von Oskar Fischinger (1923-1927). Über die Animation des Modells weit hinausgehend, beschäftigt sich der Film mit Adolf Loos‘ architektonischen Konzepten zur Fläche und zum Volumen des Raums. (Jean-Michel Bouhours)

MAPPAMUNDI
Bady Minck • Österreich/Luxemburg 2017 • 45 min • OmdU

»I have no lines on my body.« – Kosmische KartografInnen vermessen fremde Galaxien und stoßen auf den Planeten Erde. Eine Collage aus futuristischen Spielfilmsequenzen, Weltraumanimationen, hunderten historischen Weltkarten, Ikonografien, Sprachen, Literatur und Religionen unterschiedlicher Epochen und Kulturkreise, die in einer beschleunigten Stop-Motion-Zeitreise mit Bild- und Sprachwitz 950 Millionen Jahre Weltgeschichte erzählt. Kartografien als Momentaufnahmen vergangener und gegenwärtiger Zeit-Räume, als Fragmente einer stets im Werden und Vergehen befindlichen Entität, die in ihrer Ganzheit weder fass- noch fixierbar ist. In MAPPAMUNDI offenbart sich das universelle Prinzip der kontinuierlichen Bewegung und des Wandels – vielfältige Weltbilder im Fluss der Zeit. (Diagonale)

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