Bosnian Shorts 2013

 
Kurzfilm 120 min.
film.at poster

Die "Sarajevo School of Documentary Films" bezeichnet eine Richtung des bosnischen Filmschaffens, die in den 1960ern und 70ern international bekannt wurde und später in das Filmarchiv in Oberhausen und das nationale Filmarchiv Bosnien-Herzegowinas aufgenommen wurden. Die Filme entstanden parallel zur "schwarzen Welle", hatten aber weniger Dialoge und waren einfühlsamer, wenn auch immer noch kritisch und mit schwarzem Humor. Diese Filme waren die ersten, in denen bosnische FilmemacherInnen nicht die jugoslawische Gesellschaft und das sozialistische Regime betonten und sich von ihrer parteigebundenen Vergangenheit und dem Titokult der 1950er abhoben. Der "kleine Mann" und seine Probleme und Mühen waren die Themen dieser Filme. Ihre spezielle Art des künstlerischen Ausdrucks zieht sich auch durch spätere Dokumentarfilme - von der Kriegszeit (1992-1995) bis zum aktuellen Filmschaffen.

HOP JAN
Vlatko Filipovi 1967, 10 min
Der Film zeigt einen Steinbruch. Der Ausruf "hop-jan" des Vorarbeiters gibt den Arbeitern den Rhytmus vor. Es ist der erste Film aus der Region, und wurde ins Museum of Modern Art in New York aufgenommen.

KASABE / PROVINCIAL TOWNS
Mirza idrizović 1977, 10 min
Eine Collage aus alltäglichen Eindrücken der gesellschaftlichen Modernisierung; Eine gemischte Kultur aus Jugend und neuen Medien, und Tradition und Folklore...

AMELIN KOLSKI RASPUST / AMELA'S SCHOOL HOLIDAYS
Zlatko Lavanić 1993, 21 min
Amela und ihr Vater leben im Sarajewo in der Kriegszeit, in einer Gegend, die dauernd Angriffen ausgesetzt ist. Der Vater ist krank, und die Mutter ist mit dem jüngeren Kind geflüchtet. Amela holt in der Kampfzone Feuerholz um ihren Vater zu baden, zu kochen, trotz der Sommerferien hat sie keine Zeit für Freunde, sie muss die Hausarbeit machen. Nur ihre zwei Meerschweinchen erinnern uns daran, dass man Amele ihre Kindheit nicht wegnehmen kann.

SASVIM LIČNO / TOTALLY PERSONAL
Nedžad Begović 2005, 79 min
Der Film schafft ein witziges wie auch ergreifendes Geschichtsdokument, das sich aus den Erinnerungen, Überlegungen und Beobachtungen des Filmemachers und seiner Familie zusammensetzt. Die Geschichte zieht sich vom Kommunismus über den Krieg bis heute.

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