Chapbook of the Non-Eminent

 USA 1993
film.at poster

Chapbook of the Non-Eminent ist eine bittersüße Liebeserklärung an Los Angeles, eine Stadt gewaltiger Widersprüche, in der Schein und Wirklichkeit oftmals getrennte Wege gehen, wie es auch im Kino, ihrer größten Industrie, der Fall ist. Kaum je kommen im Film die tägliche Arbeit, die Immigration, die Heimatlosigkeit der Menschen zur Darstellung. Auch ist Los Angeles eine Stadt, die an Gedächtnisschwund leidet, was ihre eigene Geschichte betrifft, die nur noch in der Form architektonischer Palimpseste wahrzunehmen ist, in Filmbildern, in der Nostalgie. In Chapbook of the Non-Eminent erkundet eine Spaziergängerin die Straßen, Fabriken und Passagen von Downtown und "liest" die Stadt mittels verschiedener analytischer Ansätze, die ungefähre Entsprechungen zu Filmgenres haben: vom Dokumentar-, über den Erzähl-, bis zum Essay-Film. Chapbook of the Non-Eminent benutzt diese "Linsen" - Empirie, Philosphie, Erzählung ... -, um zugleich Los Angeles wie die Herstellung filmischer Bedeutung zu untersuchen. Dabei stellen sich dem Film und der Spaziergängerin Fragen nach Wissen, Sinn und Wahrheit an sich, die auf spielerische Weise auch den Zuschauern nahegelegt werden. Dieser Film ist Teil des Programms Falling Apart.

(Text: Viennale 2008)

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Elizabeth Wiatr

Kritiken

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