Comme une ombre légère

F, 2005

Min.37

Die Aussichtsplattform als Ort des touristischen Blicks: Comme une ombre légère beginnt auf einer Terrasse im Hochgebirge, doch die Gipfel der umliegenden Berge haben buchstäblich ihre Attraktion verloren. Starr blickt die Kamera auf die Holzdielen, auf denen sich Licht und Schatten spielen. Weiße Plastikmöbel auf giftgrünem Rasen und ein junger Mann, den man nur von hinten zu sehen bekommt und der offensichtlich einen Brief schreibt (ein wiederkehrendes Vermeer-Motiv in den Filmen Rousseaus). Der junge Mann, diesmal in Großaufnahme, in einem Zimmer vor einer weißen Wand, eine Fernbedienung in der Hand. Ein älterer Mann nimmt seine Kleidung aus dem Kasten und packt einen Koffer. Eine Abreise, möglicherweise. Die einzelnen dislozierten Orte formen in Comme une ombre légère eine Geschichte, die nicht erzählt wird, sondern sich scheinbar wie von selbst zusammenfügt, nach und nach ein großes Ganzes ergibt. Eine Welt der kleine Veränderungen und der leisen Bewegungen, wie ein leichter Schatten. Teil des Programms Filme von Jean-Claude Rousseau

(Text: Viennale 2005)

  • Regie:Jean-Claude Rousseau

  • Kamera:Jean-Claude Rousseau

Für diesen Film gibt es leider keine Vorstellungen.