Django Unchained

 USA 2012
Drama, Western 18.01.2013 ab 16 165 min.
8.50
Django Unchained

Der farbige Ex-Sklave Django arbeitet mit einem deutschstämmigen Kopfgeldjäger zusammen und bekommt es mit einem sadistischen Plantagenbesitzer zu tun.

Angesiedelt in den Südstaaten, zwei Jahre vor dem Bürgerkrieg, erzählt DJANGO UNCHAINED die Geschichte von Django (Oscar®-Preisträger JAMIE FOXX), einem Sklaven, dessen brutale Vergangenheit mit seinen Vorbesitzern dazu führt, dass er dem deutschstämmigen Kopfgeldjäger Dr. King Schultz (Oscar®-Preisträger CHRISTOPH WALTZ) Auge in Auge gegenübersteht.


Schultz verfolgt gerade die Spur der mordenden Brittle-Brüder und nur Django kann ihn ans Ziel führen. Der unorthodoxe Schultz sichert sich daher Djangos Hilfe, indem er ihm verspricht, ihn zu befreien, nachdem er die Brittles gefangen genommen hat - tot oder lebendig. Nach erfolgreicher Tat löst Schultz sein Versprechen ein und setzt Django auf freien Fuß.
Dennoch gehen die beiden Männer ab jetzt nicht getrennte Wege. Stattdessen nehmen sie gemeinsam die meistgesuchten Verbrecher des Südens ins Visier. Während Django seine überlebensnotwendigen Jagdkünste weiter verfeinert, verliert er dabei sein größtes Ziel nicht aus den Augen: Er will seine Frau Broomhilda (KERRY WASHINGTON) finden und retten, die er einst vor langer Zeit an einen Sklavenhändler verloren hat. Ihre Suche führt Django und Schultz zu Calvin Candie (der für einen Oscar® nominierte LEONARDO DICAPRIO). Candie ist der Eigentümer von "Candyland", einer berüchtigten Plantage, auf der Sklaven von Trainer Ace Woody (KURT RUSSELBpin Form gebracht werden, um in sportlichen Wettkämpfen gegeneinander anzutreten. Als Django und Schultz das Gelände der Plantage unter Vorgabe falscher Identitäten auskundschaften, wecken sie das Misstrauen von Candies Haussklaven und rechter Hand Stephen (der für einen Oscar® nominierte SAMUEL L. JACKSON). Jede ihrer Bewegungen wird fortan genau überwacht und eine heimtückische Organisation ist ihnen bald dicht auf den Fersen. Wenn Django und Schultz mit Broomhilda entkommen wollen, müssen sie sich zwischen Unabhängigkeit und Solidarität, zwischen Aufopferung und Überleben entscheiden...

Details

Jamie Foxx, Leonardo DiCaprio, Christoph Waltz, Samuel L. Jackson, Kerry Washington, Don Johnson u.a.
Quentin Tarantino
Robert Richardson
Quentin Tarantino
Sony
ab 16

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Zum Schießen
    Wenn man keine neuen Drehbücher findet, belebt man alte Mythen wieder zum Leben: Django wird entfesselt und damit alles auch einen gewissen Reiz hat, nimmt man prominente Darsteller ins Team.
    Was dann rauskommt, ist ein bisschen enttäuschend.
    Man kann sich über das viele Blut aufregen, aber das ist man bei Tarantino ja schon gewöhnt. Man kann die Darsteller loben, aber auch das belebt die Geschichte nicht wirklich. Man kann viel Lärm um nichts machen und genau das geschieht hier. Der Film mag zwar mit einigen Pointen überraschen, aber so wirklich mitreißend ist er nicht. Eine unnötige Wieder-Belebung, mehr nicht.

  • Brutal - 1
    Vorgeschichte:

    Django habe ich immer schon gerne gesehen. Vom 1. an war ich schon begeistert. Damals in den 60 er Jahren, und unzähligen Wiederholungen im TV, da bekam ich meine Liebe zum Westerngenre, zum Django, zum Rächer der Enterbten und dem Mörder der bösen Buben. Tja, eine Art verfrühter Superman. Toll wenn man einfach damals Franco Nero, der wirklich sehr gut gepasst hat in seiner Rolle. Seine Leinwandpräsenz ist meiner Meinung nach unübertroffen. Sicher haben Schauspieler wie Guiliano Gemma und Terence Hill den Django gut gespielt, aber Franco Nero war einfach anders. Der war einfach gut. Django am Sonntagabend zu sehen, vor der Arbeit am Montag, dem bösen Tag, der so schlimm daherkommt, einfach da ist, der dich aufweckt und dich böse erinnert dass du leider wieder arbeiten musst und dein herrliches Wochenende vorbei ist, dieser Django bewirkte immer folgendes in mir. Wenn der Typ in Scheiß Klamotten rumlaufen kann, die schon halb zerklüftet sind, die nichts Besonderes sind, wenn Django schafft die Bösen Buben zu bestrafen, und wenn Django es schafft glücklich und ruhig, cool und einfach zu wirken ohne Ipad, ohne Ipod, ohne Oled TV, ohne Micky Maus Hefte, ja da schaffe ich es sicher auch am Montag arbeiten zu gehen ohne meinen Chef in Gedanken 1.000 x zu töten weil er dafür verantwortlich ist dass ich im Winter in der Kälte aufstehen mußte um einen Job zu tun, der mich nicht reich macht und ausfüllt. Der Arsch war eigentlich schuld dass ich in der Frühe im Sommer auf stehen muss, obwohl ich gerade so 'ne geile Nacht hatte, aber wenn Django das schafft, dann schaffe ich das auch nur habe ich leider kein Pferd, aber macht nichts. Diese Sonntagabend Filme waren immer super und so bekam ich immer mehr Lust auf Westernfilme und Django, mittlerweile habe ich fast alle gesehen, 60 gibt es oder so, ja und nun kommt ein neuer raus, ein neuer Django und ich lese von dem Sakrileg einen Neger zu verwenden. 'ne geht nie und nimmer, ist so als würde man Django mit Arnold Schwarzenegger besetzen, nein ein Horror. Und noch dazu der Gewaltverliebte Quentin Tarantino, nun den mag ich nicht so super sehr, ja er hat „Inglorious Basterds“ gemacht, einen sehr guten Film aber das war es auch schon, die Kill Bill Filme mag ich nicht so sehr und die anderen sind auch nicht gerade das was ich so super finde, aber mal sehen wie der wird. Auf alle Fälle eines ist mal positiv dachte ich, 160 Minuten ja da kann man eine Filmrolle gut ausfüllen. Ich mag natürlich DiCaprio, ich mag Waltz, ich mag die alten verstaubten Gegenden, die Filme über Leute die nur Whiskey den ganzen Tag saufen und nie krank werden und 18 Stunden am Tag arbeiten und trotzdem Lust und kraft haben 10 Kinder aufzuziehen. Oh ja das sind super Filme, mal sehen wie der wird, ich lass mich einfach überraschen ich kann einfach nicht einen neuen Film nicht sehen, Nein das ist nicht in Ordnung. Also ab ins Kino. Meine Alte freut sich, so halbwegs, was nicht so immer einfach ist, wenn man 5 – 6 x einen Kinofilm im Monat sieht, dass ist ja 'ne Menge und ab zack ins Kino.

    Wer ist Django, und einige Infos über den Film:

    Als 1966 der Regisseur Sergio Corbucci den Django ins Kino brachte dachte wohl niemand daran dass der Typ im Kino 50 Jahre fast überleben wird, ja bald ist es soweit, Django wird 50 Jahre alt. Wer kennt das nicht wie herrlich es war das Django ein Maschinengewehr hatte das er in einem Sarg hat, und dass er hinter sich her zieht, ja egal wie schwer das ist, wieso ein Sarg, wieso zieht er das hinterher, wieso nimmt er kein Auto oder einen Pferdewagen oder was weiß ich. Und wieso hat er im Sarg kein Gold oder Vorräte?

    Super gespielt - 7
    Oder James Remar als Butch Pooch, was für ein Arsch, ja den kann keiner leiden, das merkt man, ich hätte ihn gleich abgeknallt, oder Don Johnson der Big Daddy mimt, ein wichtiger Part, der zu einer wichtigen Handlungskette passt, der im Film einen reichen Großgrundbesitzer spielt, der Geldgeil ist, den Schultz und Django besuchen, und der etwas ruhig wirkt, aber genau passend, oder auch super, Franco Nero in einer kurzen Szene, mit seinen schönen blauen Augen, als Amerigo Vessepi, der zusieht wie 2 Neger sich totprügeln, ein Ausbund von beschissener Dekadenz, oder Russ Tumblyn, der so einen Pistolero Typ spielt, der ist 1934 geboren und ich kenne ihn aus „Raubzug der Wikinger“ oder seine echte Tochter die Amblin Tamblyn, die im Film seine Tochter spielt, kurze Rolle, Baujahr 1983, bekannt aus „The Ring“ oder gar Robert Carradine, kurze Szene, unverwechselbares Gesicht, Halbbruder von Kung Fu David Carradine, oder Jonah Hill in einer lustigen Szene, der passt einfach, der hat was, ja die Szene wo er spielt auch, oder Tom Savini der unverkennbar kurz dabei ist, der in unzähligen Horrorfilmen spielt, leider nur kurz aber macht nichts, den mochte ich nie so sehr, oder in einer ultrakurzen Szene spielt die Tochter von Samuel L. Jackson mit. Die ist aber unbedeutend aber nett zu erwähnen.

    Und um was geht es im Film? Werden sich einige Fragen, was ich noch nicht erwähnte. Nun ganz einfach. Django ist Sklave, irgendwo im Süden der USA, 1858, ich glaube Texas ja genau, er floh von irgendwo nach irgendwo und wird gefangen genommen von 2 so Trotteln, bis ihn Dr. King Schultz aus Düsseldorf befreit, und ihm vorschlägt die Brittle Brothers zu töten, nur weiß er nicht wie sie aussehen, Django schon. Es stellt sich heraus dass Schultz Kopfgeldjäger ist, es wird viel getötet, Django zum Schützen ausgebildet und nun geht es darum Broomhilda zu befreien, die Frau von Django. Die hat ja deutsche Herrscher gehabt die sie nach Brunhilde nannten. Die ist auf der Plantage Candyland, Calvin Candie hat sie gekauft für 300 US $, und man will sie befreien nur muss ein Plan her. Schultz schleimt sich ein mit Django und gibt sich als Mandingo Käufer aus, das sind Sklavenkämpfe mit Negern so was wie Mortal Combat mit Tod zur Folge.

    Und 'ne Menge Schießereien. Ja was soll ich sagen. Der Film ist etwas comichaft, und er übertreibt, Brutale Schießereien, zu viel Blut, einige Längen 163 Minuten lange, eindrucksvolle Schauspieler, super Dialoge jetzt muss jeder sehen wo er bleibt, ich jedenfalls kann sagen, der Film hat sich 90 Punkte verdient und ich kann ihm empfehlen.

    irgendwie super - 6
    Ich finde das Tarantino eines am besten machte, er hat die hervorragendsten und glaubhaftesten Schauspieler auch in kleinen Szenen besetzt, ein Talent das man gerne manchen Regisseuren wünscht, er hat das Westerngenre wieder aufleben lassen mit revolutionären Ideen zu lange haben Neger schon im Dunkeln der Filmwelt spielen müssen, und echt super wie Weiß und Schwarz zusammen passen und so einfach die Erklärung, Scheiß auf die Sklaverei, einfach super. Aber es gibt ein Problem bei Tarantino, er dreht manchmal durch mit Gewalt, mit Schießereien, mit Makabren Szenen, er übertreibt oft gerne was in allen seinen Filmen ist, leider. Darum bin ich auch nicht ein absoluter Fan von ihm.

    Für mich ist wegen einiger Szenen und Teile der Geschichte sowieso der Film FSK 18, wieso da einige 12 Jährige im Kino saßen verstehe ich sowieso nicht. Eigentlich müsste man den Kinobetreiber in den Arsch treten aber das ist nicht meine Aufgabe, aber nach dem Film werden sich das vielleicht einige Denken. Oder auch denken dass man heut zu Tage zwar nicht über Selbstjustiz reden kann aber das der damalige Part eines Kopfgeldjäger genau die schmutzigen Gedanken perverser Irrer erfüllen könnte, damit das Ganze noch legal bleibt. Töten für die gute Sache, super was?

    Ja moralisch gesehen hinkt der Film in vielen Szenen hinterher um Welten, und die CGI Effekte sind auch super, weil sie nämlich nicht vorhanden sind, ja der Film setzt auf altbewährte Dinge, das lobe ich mir, wirkt auch realistischer, Danke Tarantino, aber das mit der Gewalt, den übertriebenen Dialogen Witzen und Szenen, nein das ist nicht mein Ding.

    Wer auf Tarantino steht und auf Waltz, ja unbedingt ansehen aber wer nur auf Western steht, vergiss es, der Film ist mehr Action, Gewalt Spiralen Explodierender Blutfontänen, Kettensägenfehlender aber Hundezähnezerfleischender, Gedärme Rausreiß Hirnaustritt, Blutfontänen Witz Dialogreichiger Film der Extra Sonder Güteklasse mit Hang zu übertriebenen Dingen die nicht jeder so sehen will da langatmig noch dazu.

    So viel hat der Film zu bieten z.B. die Szene wie er Django erklärt wo der Name Brunhilde herkommt, die Frau die Django im Film sucht ist ja seine Frau, die er lange sucht und findet, Hilde nennt man sie dort wo sie ist, Leid hat sie erfahren wie er. Kerry Washington spielt sie sehr gut meiner Meinung nach, braucht sich also nicht zu verstecken und ist meiner Meinung nach gar nicht so übel.

    Viele kleine Rollen in dem Film sind super besetzt, darauf möchte ich noch zurückkommen, sowieso der Samuel L. Jackson der ja Stephen spielt, eine sehr gute Rolle, Vorarbeiter, 76 Jahre alt, weißhaarige mit einem großen Geheimnis und einem kleinen.

    empfehlenswert - 5
    Was immer an solchen langen episch angelegten Filmen gut wirkt sind Zoom Effekte, Zeitlupenaufnahmen und Rückblenden die vielleicht die eine oder andere Sache erklären die man als fragender Zuseher gerade wissen möchte und so muss ich dem Film wieder danken, weil er den Zuseher doch nicht auf die Folter spannt, bei gewissen Dingen die man eben wissen möchte, sei es wie Django zu Narben kam oder wieso er so bösartig drauf ist, ja keine Ahnung hat aber außer Acht gelassen zu erklären wieso Waltz so ein Genie und Ausbund an Dialogmässiger Engelszunge mit Teufelsgesicht ist, und so gut eben reden kann.

    Will sagen, herrlich wie Christopher Waltz spielt, ja jetzt kommen wir dem ganzen schon näher, super wie er die Dialoge setzt, wie kompliziert er redet, Theatersprache gepaart mit Gossenhauern, super wie er reagiert und wie er wieder nicht abgehobener Mensch ist, ist er wirklich so? Leider hört man von seiner Vorgeschichte fast nichts, dafür finde ich es wieder fantastisch dass er einen Deutschen spielen darf, das passt ihm sehr gut.

    Dass die Tarantino Filme absolut cool sind, ist klar, das weiß man aber dass sie auch lustig sein können, nun ja, das hat man nicht immer mit bekommen, leider muss ich feststellen das nicht nur fortlaufende Filmteile einer Kinoserie immer schlechter werden da sie immer mehr Action zeigen sondern auch in dem Film, gibt es ein Problem. Höher, weiter, lustiger, blöder, makabrer, die meisten Filme steigern sich meistens durch Action und Gewalt, und das wundert mich, wieso kann ein Film nicht mal zurücktreten und ruhiger werden wieso nicht angespannter, weniger Gewalt, mehr Kompression, mehr wichtige Dinge, mehr Logik, wieso nicht mehr auf einfache Dinge bezogen, wieso nicht back to the Roots? Ich habe Western genügend gesehen, 500 sicher, und ich muss sagen die alten US Western sind mir am liebsten auch wenn ich ein Faible für Italo Western habe, doch jetzt in letzter Zeit hat auch das übertriebene im Western Einzug gehalten, leider.

    Loben muss ich auf alle Fälle Calvin Candie den ja DiCaprio spielt meiner Meinung nach wieder ein Stück seiner Glanzleistung abgeben durfte, er ist einfach ein guter Darsteller, aber ich bin sicher hätte er mehr Rolle gehabt, als er vielleicht hatte, hätte es dem Film weniger geschadet. Dagegen wenn ich mir vorstelle, eine Szene wo 3 Hunde einen Neger zerfleischen, ja das hat auch schon was für sich, so ehrlich gesagt noch nicht gesehen, GOTT sei Dank nicht unbedingt mit der Kamera hingehalten. Wäre lange das zu erklären aber wer den Film sah weiß wovon ich rede.

    Der Film hat ab einem gewissen Punkt sein Feuerwerk verspielt, wenn man dauernd versucht ironisch zu sein und dauernd gewisse Dinge überspitzt, ist es auch dem letzten Hinterwäldler zu blöd und er denkt an was anderes und das ist es was einem Film den Tod bringt, so auch hier. Sicher ist es super Dialoge mit Wortwitz zu hören, super ist es Coolness und Intelligenz von Filmfiguren zu sehen und zu träumen, Ach wie wäre es wenn ich auch so super intelligent und groß und stark wäre oder was weiß ich, aber irgendwann ist das Feuerwerk eben ausgebrannt und das ist der Film leider ab der Hälfte, auch wenn es ein Kritikmässiger Schreibtod für den Film ist, was aber nicht heißt das ich vom Film nicht begeistert bin.

    Vulkanartig - 4
    Den Film in einer Wertung zu nennen ist schwer möglich. Der Film gliedert sich in 3 Teile. Wie kommt Dr. Schultz, King Schultz zu Django den er fortan als Django Freeman vorführt, und vorstellt, dann 2. Teil wie erfährt Django von dem was ihn interessiert, bzw. Die Jagd nach seiner Freiheit und Teil 3, Gefangennahme, Rache und Ende.

    Ja so kann man das nennen. Ja sicher ist da ein kleiner Spoiler dabei, es mögen mich einige bösartig gewordene Augenbrauen verzeihen wenn ich zu viel verraten habe. Nun wenn ich an den Film denke, dann entsinne ich mich voll Liebreiz an das erste Drittel des Filmes wo Spannung, gepaart mit witzigen teils makabren Elementen in einem Oeuvre längst verschollener Kunst auf Zelluloid gebannt wurden und dem überraschten Zuseher wieder was neues zeigen. Sicher der Film erfindet kein Rad, das nicht, aber er hat es etwas neuer geformt, so mit ein paar Dingen die man nicht so unbedingt kennt.

    Nun das bezieht sich auf alle Fälle auf einige Dialoge die mir sichtlich ein paar Lachtränen in meine linke Gesichtshälfte laufen ließen, während ich mein Denkorgan auf den beweglichen Teil der linken Körperhälfte meiner mir angetrauten besseren 2. Hälfte fallen habe lassen, dessen Gliedmaßen sich in etwas entferntere Kinositze zurückzogen. Naja, kommt halt nicht so gut wenn man auf die Schulter seiner Alten kracht, vor Lachen natürlich, die 3 Tage vorher einen kleinen Knacks erlitten hat, durch einen mir nicht bekannten Sturz von einer Leiter, zumindest kann ich mit der Ausrede aufwarten dass Lachanfälle mit Alzheimer gepaart einhergehen.

    Wenn ich 2 Dinge dem Film ankreide ist dass er anfangs viel Fahrt gewonnen hat, viel gut gemacht hat, dass er dann durch seine Langatmigkeit leider verspielt hat, hin und wieder bei gewissen Filmen ist es so dass man sich wünscht, he wieso hört er nicht auf, diese leider aufkommenden Keime gedankenverwobener Kritikunfähigkeit habe ich leider in meiner Hypophyse verspüren müssen bevor ich mich versuchte an was lustiges zu erinnern, denn es gibt nichts blöderes für einen Komödienliebhaber wenn der Film sein lustiges Potential verschießt, nichts mehr über hat und man sich mehr wünscht und anstatt man schlechtes denkt, erinnert man sich an gutes, alte Bauernweisheit.

    Leider hat der Film, der bekannt wurde durch lustige Dialoge, den Platz für blutige Schießereien frei gemacht, worauf sich dann ein Gorehound auch freuen kann, schließlich soll der Film viele Genreliebhaber ins Kino mitreißen was leider dennoch schief gegangen ist, was ich Tarantino schon ankreiden kann.

    Hin und wieder muss auch der Film mit den üblichen stereotypischen Massen Negern aufwarten und andren schießwütigen blöden Weißbrotfressen die man irgendwann satt hat, denn sonst würden 165 Minuten nicht ausgefüllt werden die sich manchmal wie 3,5 Stunden hinziehen.

    Auch wenn es nur kurz ist, in der Kürze liegt die Würze, hier hat Tarantino vergeigt. Zuerst was gut machen und dann schleifen lassen ist nicht gut. Die Position die der Film bezieht, Lustig, Komödie, Spannung und dann Bumm und Zack und du hast 'ne Blutfontäne zwischen deinem Popcorn, und das noch dazu in Digital Dolby Stereo Weiß der Kuckuck Was, ist eigentlich nicht nur für einfache Kinogänger gut, und das merkt man an den Einspielergebniszahlen. Egal, der Film ist super.

    realistisch - 3
    Hätte es kein Terminproblem mit anderen Filmen gegeben wäre Kurt Russell in der Rolle von Ace Woody zu sehen gewesen sein. Oder Sacha Baron Cohen als Scotty, aber die Rollen flogen dann raus. Übrigens war der Film in 130 Tagen fertig, das war der Film mit der längsten Plan Zeit von allen Tarantino Filmen, der übrigens zum 6. x mit Samuel Jackson spielt.

    Ach ja wer jetzt glaubt dass er Butch Pooch als James Remar erkennt, ja der Schauspieler spielt noch eine Rolle als Ace Speck, aber die ist nur kurz. Übrigens dass die 100 Millionen US$ Produktion nur 140 Millionen US $ in den USA eingespielt hat und kein Super Erfolg ist, liegt daran dass man derzeit lieber Action und Comicfilme hat.

    So jetzt mal zum Film und zu den Darstellern und was weiß ich:

    Tja wo soll ich anfangen. Vielleicht als der Film anfängt, super Musik, super Landschaft, das Titellied über Django wird gespielt, zumindest glaube ich es war am Anfang. Was ich nicht so sicher weiß, da der Film so lange war, etwas langatmig war, das muss ich zugeben aber ich glaube es war am Anfang. Ja da wusste ich, das ist mein Film.

    Oder am Ende des Filmes, als der Song von Franco Micalizzi gespielt wurde, der Titelsong von „Die rechte und die linke Hand des Teufels“ der was den Titel trägt – Trinity – annibale e i cantori moderni. Ja eh nicht nötig das man das Lied vom Namen her kennt aber es ist einfach fantastisch. Wieso er sich dafür entschieden hat weiß ich nicht, ich bin mir sowieso nicht sicher ob nicht ein anderer für die Musikauswahl zuständig ist, ich kann mir gut vorstellen dass der 1928 geborene Ennio Morricone auch viel an Beratung geleistet hat bei dem Film, sonst kann ich mir nicht vorstellen außer die Gabe eines Multitalentes, das Quentin Tarantino der im Film auch eine kleine Nebenrolle spielt, dass er die Musik auswählte. Z.B. da war das Lied Für Elise zu hören. Das hat der 1770 geborene Ludwig van Beethoven, komponiert, in einer Szene zu sehen als die Schwester von Candy, den ja DiCaprio spielt, auf einer Harfe spielte. Eine sehr schöne Musik in einer guten Szene, und ich muss sagen das hat gut gepasst, denn der Film spielt im Jahr 1858 und da war das Lied sicher der volle Overburner.

    Z.B. kurz nach dem Anfang, hat nicht lange gedauert war ein Lied, da dachte ich mir, he das kenne ich, dass war von Ennio Morricone, der Song heißt wie ich inzwischen weiß The braying Mule, da dachte ich, he das kenn ich, wie heißt denn noch der Film? Ja genau, „Ein Fressen für die Geier“.

    Nun ich könnte jetzt länger über Musik herziehen oder auch gut reden aber ich erspare einigen Lesern meine vorgefassten Meinungsinhalte, die vielleicht auf die einen oder anderen inzwischen taub gewordenen Ohren oder Augen stoßen könnten und fahre mit dem Filminhalt fort, oder eher gesagt mit dem was sich Meinung nennt.

    Und die ist kurz. Der Film ist genial. Er hat Komödie, er hat Spannung, er hat leider auch Längen, er hat herrliche Landschaften er hat super Kostüme, er hat viel zu viele blutige Szenen, er hat herrliche Schauspieler, er hat super Dialoge, er ist witzig und er einige Cameo Auftritte von einer Menge Stars. Er hat witzige Episoden, er hat zu blutige Szenen, er hat einen grausamen Showdown der eigentlich gar nicht das Ende ist, er ist gut gemacht Tarantino spielt selber mit, und das erinnert mich an Hitchcock der auch immer in Filmen mitspielte.

    Ja das war mal die Kurzfassung und ich glaube ich werde mein Ansinnen einer Bemühung zur Fortführung über Filminhalte und deren private Wertung einigen Raum geben der sich dann in schriftlicher Form auf meinem Computer ausleben wird.

    Blutig - 2
    Irgendwie ist Django ein Linker, politisch gesehen, und das ist doch witzig, oder nicht? Der Regisseur hat glaube ich angekreidet wie blöd die USA im kalten Krieg sind und hat eben diesen Anti Helden geschaffen. Was man oft hört, dass Leute sagen Django ist ein Dreck, der mordet, der ist geil auf Selbstjustiz, ja und? Was bei Django auf alle Fälle anders ist, er ist anders als ein normaler Western so nach dem Gut und Böse Muster, so die Aufnahmen vom Hauptdarsteller, das irgendwie Zeigen von Gewalt ist bei Django mehr als ein Western ein normaler, irgendwie war der Italo Western der bessere Western obwohl der US Western ja echt unübertroffen ist aber zu der Zeit in den 60 er Jahren waren die ganzen Westernfilme immer gleich. Guter schlägt Bösen, Böser überwindet Guten, viel Landschaft, Guter gewinnt, Film aus. Übrigens das mit dem MG im Sarg, das hat der Regisseur aus einem alten Comicheft aus Italien. Ja keine Ahnung welches. Und dass tolle was man ja oft nicht weiß, damals als Nero den Django spielte war er 25 Jahre alt und er wurde auf 40 oder so geschminkt, glaubt man gar nicht. Die damaligen Dinger die er im Film verwendet hat, sind einfach alte Kulissen aus italienischen Filmen und darum sieht alles in den alten Filmen so altmodisch aus.

    Übrigens gibt es in den Star War's Filmen den Jango Fett, der ist ja eigentlich der ursprüngliche Django.

    Super war damals der alte Django weil er einfach so anders war, er wollte ja im Film sterben weil seine Frau tot war, und er hat sich wieder erfangen, er starb psychologisch gesehen und dann war er wieder da und hat in einem Film 100 Leute oder so abgeschossen. So was gab es damals noch nie.

    Und nun kommt dieser Film mit Jamie Foxx, Christoph Waltz, Leonardo DiCaprio und Samuel L. Jackson. Als 2009 der Kriegsfilm fertig war, der Tarantino noch berühmter werden hat lassen erklärte er, dass sein nächster Film wahrscheinlich ein Gangsterfilm oder ein Western sein würde und jeder war gespannt was dem Regisseur als nächstes einfallen sollte. Er hat sehr viel für den Westernfilm über, was mir eigentlich egal ist, aber es ist klar dass es ein Western ist. In seinen Filmen floss oft Musik ein aus Westernfilmen und das finde ich einfach super, das passt und auch jetzt beim neuen Django Film die Musik super dazu aber dazu später vielleicht mehr.

    Warum Will Smith der vorgesehen wurde und nicht genommen wurde, das weiß ich nicht aber Jamie Foxx macht seine Rolle recht gut, das reicht auch aber dazu später mehr. Vielleicht.

    Übrigens hätten im Film auch Franco Nero, Kevin Costner[ und Kurt Russell zu sehen sein sollen aber nur Nero hat es geschafft, in der Rolle als Sklavenbesitzer an einer Bar. Übrigens von den 32 Lieder Kompositionen im Film hat Ennio Morricone die meisten zu verbuchen, also man muss sich überraschen lassen. Dass der 85 Jährige Morricone der jährlich Musik für 15 Filme macht noch immer mit von der Partie ist, ist für mich ein Rätsel, er hat ja schon fast 600 Filme vertont.

    Übrigens die Rolle von Lara Lee Candie-Fitzwilly hätte ursprünglich Zoe Bell spielen soll, und auch Lady Gaga, aber wohl war dem Tarantino die Laura Cayouette lieber. Auch hätte als Jano der Joseph Gordon-Levitt spielen sollen aber es gab so Terminverschiebungen zu einem anderen Projekt von ihm. Übrigens das Pferd das Foxx im Film reitet, ist sein eigenes wirkliches Pferd das in echt übrigens Cheetah heißt, schon irre was?


  • Einigermaßen normalen Menschen kann ich vom Ansehen dieses Films nur abraten. Der Film ist nur dann zu empfehlen, wenn man emotional abgestumpft ist, nicht die Vorstellungskraft besitzt, dass Sklaverei brutal war, Filmblutbäder und Menschenverstümmelung zur Filmkunst erhebt bzw. sich an Brutalität aufgeilt.

  • Wie entfesselt
    Tarantino ist eine großartige Huldigung an den guten, alten Spaghetti-Western gelungen. Auf Schritt und Tritt assoziiert man Querverbindungen mit dem ‘Lied vom Tod‘. Nicht nur bei den musikalischen Übernahmen von Ennio Morricone. Auch der Woodstock-Veteran Richie Havens berührt immer noch mit seinem Schrei nach ‘Freedom‘. Lange Kameraeinstellungen mit Slow-Mo und viel verspritztem Tomatensaft verdeutlichen die emotionale Schlagkraft dieses Rachedramas, das durch exzessive Folterszenen schockiert. Wir Deutschen spielen nicht nur wegen Christoph Walz als Dr. King Schultz eine bedeutende Rolle: es sind z.B. Namen wie ‘Broomhilda’ oder die nordisch variierte Siegfried-Sage. Walz ist überhaupt der überragende Akteur dieses Films, dem es gelingt durch seinen abgehobenen, etwas gespreizten Sprachgebrauch eine Distanz zum brutalen Kopfgeldjäger-Geschäft herzustellen. So verleiht leise Komik dem Geschehen eine zusätzliche Qualität. Daneben beeindruckt Leonardo diCaprio, der den geschäftstüchtigen, herzlosen Südstaaten-Macho sehr differenziert darstellt und von Jetzt-auf-Gleich vom liebenswürdig-schleimigen Geschäftsmann zum bestialischen Monster werden kann, beraten vom alten Stephen (Samuel L. Jackson beeindruckt als Typ).
    Das große Thema – neben der Liebesgeschichte – ist natürlich die Sklaverei. Eines der häufigsten Worte ist ‘Nigger‘. Bei uns sollen ja Kinderbücher vom Wort ‘Neger‘ gesäubert werden. Die Verwendung bereitet Tarantino offenbar keine Probleme. Großartig, historisch, oscarwürdig.

    Re:Nigger
    Nigger ist ein abwertendes Wort, doch es gibt eben die "negride" Rasse, sodass das Wort "Neger" nicht so einfach aus der Welt zu schaffen ist. Bleiben wir doch bei den Fakten: Ein Neger ist ein Neger und das hat mit Wertung gar nichts zu tun :-)