Due Utopie Film: A Diary for Timothy

 
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A Diary for Timothy (1945)
Ein Film von Humphrey Jennings; Kommentar: E. M. Forster; Kamera: Fred Gamage; Musik: Richard Addinsell; Stimme: Michael Redgrave. s/w, 39 min
We are the Lambeth Boys (1959)
Ein Film von Karel Reisz; Kamera: Walter Lassally; Musik: John Dankworth; Stimme: John Rollason. s/w, 50 min

Und noch eine Konfrontation des großen britischen Dokumenta­risten (und heimlichen Surrealisten) Humphrey Jennings mit dem Free Cinema der Folgegeneration. A Diary for Timothy, entstanden in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs, versucht einen Blick über das Kriegsende hinaus. Dieser unvergleichliche Essay- bzw. "Tagebuchfilm" war eines von Jennings' letzten Werken vor seinem frühen Unfalltod. Es wendet sich an einen Neugeborenen, wird zur skeptischen politischen Reflexion und nicht zuletzt zur professionellen Selbstbefragung. "No film can be too personal" hieß es 1956 im 1. Manifest der Free-Cinema-Gruppe, und Jennings war der einzige ihrer Vorläufer, den sie verehrten. Auch We are the Lambeth Boys, eine Studie über Teenager in South London, die Karel Reisz als Schullehrer kennengelernt hatte, wurde manchmal als "Essay" bezeichnet; zugleich hat der Film Anteil an einem neuen, "direkten" dokumentarischen Stil. Ist aus Timothy, dem Neugeborenen von 1944/45, 14 Jahre später einer der Lambeth Boys geworden?

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