Elämän äidit

 FIN 2002
Dokumentation 
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Mothers of Life berichtet vom Schicksal der Angehörigen Nubetya Yaptiks, die als Nomaden auf der Yamal-Halbinsel im östlichen Sibirien leben. 1992 und 1993 zogen wir zum ersten Mal fast ein Jahr lang mit ihnen gemeinsam durch die Region. Später erfuhren wir, dass Yaptiks Familie Schwierigkeiten hatte. Wir suchten die Frauen der Familie auf und baten um Erlaubnis, einen weiteren Film drehen zu dürfen. Am Anfang erzählt Nubetya, der Vater, die Legende von jenem Vorfahren, der sich des Totschlags schuldig gemacht hatte. Er musste zur Strafe zusammen mit seiner Familie fliehen. Dann schildern wir die heutige Zeit und die harte Realität des Alltags. Allmählich fällt die Familie auseinander und verliert all ihre Besitztümer, auch die Rentiere. Mothers of Life ist ein Film über eine Mutter und eine Tochter, Mjusena und Tatjana, zwei starke Frauen, die von Hütte zu Hütte ziehen, von Familie zu Familie, um einen Platz zu finden, an dem sie bleiben können. (Anastasia Lapsui, Markku Lehmuskallio) Am rechten Bildrand schlägt eine Frau ein Loch in den Boden, die Eisschicht gibt nach. Sie füllt einen Metalleimer mit Wasser, und dann sehen wir, in einer unendlich langen Einstellung, wie sie nach links durch eine raue Schneelandschaft stapft. Es ist eiskalt. Ihr Weg ist lang und beschwerlich. Minutenlang verfolgt die Kamera ihren Gang über die Schneefläche. Erst als die Frau den linken Bildrand erreicht, erfolgt ein Schnitt. Der Wasserklumpen auf dem langen Weg ist das Wasser längst gefroren wird auf den Rentierschlitten gepackt. Mit solchen reduzierten Einstellungen, auf grobkörnigem Schwarzweiß gedreht, gelingt es Markku Lehmuskallio und Anastasia Lapsui, die Lebensweise der Nomaden einzufangen. (Maria Marchetta)

Details

Markku Lehmuskallio, Anastasia Lapsui
Usko Meriläinen; Anastasia Lapsui (Lieder)
Markku Lehmuskallio
Markku Lehmuskallio, Anastasia Lapsui
Giron Filmi Lapinlahdenkatu 29 A 10 00180 Helsinki, Finnland T 9 685 4429

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