Faszination Filmarchivierung: Februar 34

 
Dokumentation 
film.at poster

"Österreich in Bild und Ton" - Die Wochenschau des Austrofaschismus

Die vaterländische Wochenschau hatte den Auftrag, das austrofaschistische System zu propagieren. Ständischkatholische Werte sollten transportiert, die österreichische Identität gestärkt und einem Anschluss an das Deutsche Reich entgegengewirkt werden. Kulturelle und wissenschaftliche Leistungen, Erfolge österreichischer Sportler und Aufnahmen vom wirtschaftlichen Fortschritt hatten dieses Bild zu unterstützen.
Um alle Österreicher mit diesem Propagandainstrument vertraut zu machen, sah eine gesetzliche Regelung vor, dass die ÖBUT bei jeder Kinovorführung im Vorprogramm gespielt werden musste. Die Verantwortlichen verabsäumten es allerdings, für eine ausreichende Zahl an Filmkopien zu sorgen. Da nur 26 Wochenschau-Kopien für insgesamt 700 Kinos zur Verfügung standen, kam es zu Nachspielzeiten von bis zu einem halben Jahr. Damit war keinerlei Aktualität mehr gegeben.
Doch auch die internationale Berichterstattung war mehr als dürftig; der Bilderaustausch mit ausländischen Wochenschauen verlief nur sehr schleppend. Die Auslandssujets mussten größenteils angekauft werden, was letztlich zu schweren Problemen bei der Finanzierung führte.
Etwa 30-50 Prozent der Wochenschau-Aufnahmen kamen aus Österreich.

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken