Friedrichshofer Kurzfilme 2

 
Kurzfilm 
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Ähnlich wie in ON THE ROAD WIT H EMILI E steht beim Kurzfilm HEXENJAGD die weibliche Sexualität im Fokus - allerdings kruder inszeniert als bei der Parabel. Im Vorspann den Opfern der Hexenverfolgung gewidmet, zeigt der Film die fingierte Folterung einer Betroffenen als Ausdruck der pervertierten Lust des Klerus. Ähnlich wie in IN FERNO ist hier die ästhetische Nähe zu Muehls Materialaktionen unverkennbar. Als Titel führt CASPAR DAVID FRIEDRICH in die Irre, zumal es sich hierbei nicht um eine der Spielfilmbiografien der Kommune handelt. Stattdessen wird die Figur des Biedermeiermalers als Dracula verfremdet und als Parodie auf TANZ DER VAMPIRE ins Groteske gewendet. Bei DER MALER PABLO PICASSO hingegen handelt es sich um einen der Kinderfilme der Kommune. Muehl-Sohn Adam spielt hier die Hauptfigur des malenden Frauenliebhabers. Im Zentrum steht der allumfassende kreative Anspruch der Gemeinschaft, wenn Persönlichkeiten wie Stravinsky oder Braque mit dem angehenden Malerfürsten philosophieren. (bm/mf)

HEXENJAGD, A 1983, 13 Minuten
MIT Eckhard Hermann, Siggy Humboldt, Ralf Otto, Gerti Sedlmayr

CASPAR DAVID FRIEDRICH, A 1987, 18 Minuten
MIT Jean Baptiste Desurmont, Gertrud Graf, Arpad Huss, Katharinia Jensen, Terese/Zoe Panoutsopoulos, Gerd Saupe, Hans Schroeder, Herbert Spiwok, Walter Weissensteiner

DER MALER PABLO PICASSO, A 1985, 30 Minuten
MIT Nicolas Aimar, Luzi Altenberg, Emile Anclin, Nathalie/ Virginie Aller, Benni Bauer, Marie Bazin, Jean Guerre, Ivan Guillon
REGIE Terese Panoutsopoulos-Schulmeister
BUCH Otto Muehl
KAMERA/SCHNITT Werner Hertel

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