Friedrichshofer Spielfilme 3

 
60 min.
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Anlässlich der Ausstellung »Egon Schiele - Portraits und Selbstportraits«, die vom 17.2. bis
zum 13.6.2011 im Belvedere zu sehen ist, zeigt das Filmarchiv drei österreichische Spielfilme, die den kontroversen Expressionisten auf höchst unterschiedliche Weise ins Bild setzen.

Dieser Spielfilm der Kommune Friedrichshof ist im Wien der Jahrhundertwende angesiedelt und beschwört die Erinnerung an übermächtige Tote: Kubin, Schiele, Freud, Wittgenstein, Schönberg und andere, die von Künstlern aus dem Umfeld der Kommune und der Wiener Aktionisten dargestellt werden. In die idyllische Atmosphäre - die ersten Einstellungen zeigen lichte Landschaften mit dem Kaiser zujubelnden Menschen - dringen tableauartig existenzielle Exzesse ein. In den eigenen lüsternen Begierden eingesperrt, tauchen die Figuren wie aus einem Panoptikum auf. Subjektive Empfindungen werden als plakative Äußerlichkeiten bloßgelegt. Die philosophische, künstlerische und geistige Entwicklung steigert sich exzessiv, verzerrt Gedankengebäude, Malakte und Kompositionen in Rollenspielen und Aktionsanalysen. Das Handlungsgerüst folgt kurzen Lebensphasen der Figuren, bizarr übersteigert wird das Motiv lüsterner Beziehungsgeflechte wiederholt. Die Intensität der Gestaltung wird zu einem distanzlosen Spiel mit Trieben und Affekten. (bm/mf)

BACK TO FUCKING CAMBRIDGE. EIN FILM ÜBER DAS WIEN DER JAHRHUNDERTWENDE, A 1987, 60 Minuten
REGIE Terese Panoutsopoulos-Schulmeister
BUCH Otto Muehl
KAMERA/SCHNITT Werner Hertel
MIT Theo Altenberg, Lucio Amelio, Christian Ludwig Attersee, Annie Brus, Günter Brus, Horst Christoph, Georg Jiri Dokoupil, Helmut Federle, Erich Fischer, Rudi Fuchs, Johannes Gachnang, Judith Goldblat, Tito Gonzales, Joachim Goppelt, Franz Graf, Gotthard Graubner, Emmi Hudzinsky, Kurt Kalb, Maria Lassnig, Viktor Matejka, Claudia Muehl, David Muehl, Otto Muehl, Gundula Neumann, Oswald Oberhuber, Michael Oetker, Rafael Ortiz, Nam June Paik, Berta Reichert, Dieter Reichert, Nadja Reyne, Dieter Roth, Norman Rosenthal, John Sailer, Gerd Saupe, Jochen Schmidt, Lisl Stein, Herbert Stumpfl, Harald Szeemann, Wilfried Zeller-Zellenberg

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Terese Panoutsopoulos-Schulmeister

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