Gigantische Monster: Die 16 besten Riesenmonster-Filme

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Gigantische Monster. Abenteuerliche Fantasien eines Sechsjährigen oder Sinnbild der desaströsen Wechselwirkung zwischen der Natur und dem überheblichen Drang des Menschen, diese kontrollieren zu wollen. Beides zusammen macht die Faszination dieses Filmgenres aus.

King Kong (1933) und Godzilla (1954) sind wohl die beiden bekanntesten Vertreter dieser popkulturellen Spezies. Aber auch Genreblüten wie Panik in New York (1953), Formicula (1954), Tarantula (1955) und Vertreter der japanischen Kaiju-Filme wie Mothra, Rodan und King Ghidorah wären hier zu erwähnen.

Wie spektakulär würden diese Filme wohl mit modernen Spezialeffekten aussehen? Diese Frage hat sich wohl auch das Hollywood Studio Legendary Entertainment gestellt – und 2014 die Filmrechte der japanischen Kaijus von Toho erworben. Gigantische Monster sind also wieder im Kommen. Das sind unsere gigantischen Lieblinge:

16. Altitude (2010)

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Bei diesem Mix aus Flugzeugabsturz- und Monsterfilm sind lediglich die Tentakel eines Riesenmonsters zu sehen. Und auch die Auflösung geht eher in Richtung Mystery-Thriller. Aber dennoch: Die Gefahr geht hier zumindest vordergründig von einem Riesenkraken aus.

15. Der Blob (1988)

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Eine Gelee-artige Riesenamöbe aus dem Weltall macht sich über die Kleinstadt Arborville her. 80er-Jahre-Trash vom Feinsten mit 80er-Jahre-Spezialeffekten. Aber doch ein gelungenes Remake des gleichnamigen Klassikers mit Steve McQueen aus dem Jahr 1958.

14. Arac Attack (2002)

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Der Originaltitel "Eight Legged Freaks" ist in diesem Fall auch nicht besser als der deutsche Titel "Arac Attack – Angriff der achtbeinigen Monster". Zugegeben, der Film ist kein cineastisches Meisterwerk. Aber dem Trash-Potenzial von Riesenspinnen können wir uns nicht entziehen.

13. Big Ass Spider (2013)

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"Big Ass Spider" ist der nächste Riesenspinnen-Trash in bester "Tarantula"-Tradition. Wir drücken alle acht Spinnenaugen zu, aber Greg Grunberg zieht als Kammerjäger Alex alle Genreregister.

12. Grabbers (2012)

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In der Horrorkomödie "Grabbers" wird ein verschlafenes Dorf an der irischen Küste von Kraken-artigen Aliens attackiert. Wie sich herausstellt, ist ein hoher Alkoholspiegel im Blut die einzige funktionierende Abwehr der schleimigen Monster. Da hilft nur eines: Die Dorfbewohner müssen in der örtlichen Kneipe ordentlich immunisiert werden, bevor es den Aliens an die Tentakel geht.

11. Pazific Rim (2013)

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Die Idee von Pacific Rim ist so großartig: Riesenmonster gegen Riesenroboter. Kaiju versus Mecha. Gigantomanisch! Das hätte ein bombastisches Mega-Monsterspektakel werden können. Aber leider hat Guillermo del Toro genau dieses Projekt in den Sand gesetzt. Es ist leider kein "Shape of Water des Giant Monster"-Genres geworden, sondern nur eine ambitionierte Version von "Transformers" mit Monstern. Der Film konzentriert sich zu sehr auf die visuelle Darstellung von Robotern und Monsterkämpfen. Handlung und Charaktere kommen dabei zu kurz. Ja, zu viel Handlung, zu wenig Monster-Action ist auch nicht gut. Aber "Kong: Skull Island" hat hier eindeutig die bessere Balance gefunden. Aber die Idee: Fantastisch! Und wir hoffen auf"Pazific Rim: Uprising".

10. The Host (2006)

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Mit diesem Monsterfilm hat der koreanische Regisseur Bong Joon-ho ("Snowpiercer") vor allem Filmkritiker überzeugt. Der Film wurde von der Kritik als tiefgründiges Familiendrama und Gesellschaftssatire gefeiert. Stimmt auch. Man kann das Monster als MacGuffin sehen – für ein düsteres Familiendrama rund um eine südkoreanische Familie, die gegen den Verlust ihres jüngsten Familienmitglieds ankämpft. Oder als politisches Statement. Aber man kann "The Host" auch einfach nur als Riesenmonsterfilm sehen. Schräge Trivia am Rande: Vorbild für das Design des zweibeinigen Fischmonsters mit dem Riesenmaul war Steve Busecemi. Ja, der Schauspieler. Oder um genau zu sein: Seine Rolle in "Fargo". Welches Monster kann das von sich behaupten? Oder welcher Schauspieler?

9. Monsters (2010)

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Als Monsterfilm ist "Monsters" ungewöhnlich. Im visuellen Stil einer Dokumentation erzählt der Film die Reise von Andrew und Samantha. Der Fotograf soll die verwöhnte Tochter seines Auftraggebers von Mexiko zurück in die USA bringen. Eigentlich sollten sie dabei die sogenannte "Infizierte Zone" weiträumig umgehen. Doch leider werden ihnen Pässe und Geld gestohlen. Es bleibt nur der Weg zurück durch die gefährliche Zone, in der seit dem Absturz einer NASA-Sonde riesige außerirdische Kreaturen leben. Soweit so gut. Nur sind die Monster im Film nur selten zu sehen. Und ein Monsterfilm braucht nun einmal gut abgelichtete Monster. Das mag wohl am geringen Produktionsbudget des Films liegen und am Bestreben von Regisseur Gareth Edwards bei seinem Regiedebüt eben diesen Eindruck einer Billigproduktion zu vermeiden. Das ist ihm gelungen. Aber so wirklich spektakulär ist der Film auch nicht geworden.

8. Godzilla (2014)

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Vier Jahre nach "Monsters" beweist Regisseur Gareth Edwards endlich, dass er – wenn das Budget vorhanden ist – mit Monstern vor der Kamera doch ganz gut umgehen kann. "Godzilla" ist der erste Film, der im MonsterVerse von Legendary spielt. Die Geschichte ist ein Klassiker: Der liebe Papa (Bryan Cranston) hat es schon immer gewusst. Da steckt mehr hinter der Katastrophe, die zum Tod seiner Frau geführt hat. Ford Brody (Aaron Taylor-Johnson), Bombenentschärfer der US-Army, hält das aber für ein Hirngespinst seines Vaters. Bis sich das Monster zeigt und dann in einer Serie irrwitziger Zufälle ständig den Weg von Brody und seiner Familie kreuzt. Alle Elemente eines Monster- und Katastrophenfilms werden hier mit Spezialeffekten auf der Höhe der Zeit zu einem actionreichen Gozilla-Remake zusammengefügt. Godzilla ist hier kein böses Monster, sondern der Retter vor den riesigen Flugmonstern. Dafür gibt’s Pluspunkte.

7. Tremors – Im Land der Raketenwürmer (1990)

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Sehen wir einfach über den deutschen Titel "Im Land der Raktetenwürmer" hinweg. Wenn man darin eine satirische Note erkennt, passt wieder alles: Denn "Tremors" (vom englischen Wort für "kleine Erdbeben") ist eine gelungene Monsterfilm-Komödie. Selten hat eine Monsterattacke so viel Spaß gemacht. Der Kultfilm hat inzwischen fünf Fortsetzungen. Aber hier sei festgehalten: Nur mit Kevin Bacon ist "Tremors" auch wirklich "Tremors".

6. Colossal (2016)

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In dieser großartigen Riesenmonster-Komödie ist das Monster die New Yorkerin Gloria (Anne Hathaway), die dem Alkohol nicht abgeneigt ist und ihr Leben nicht so ganz im Griff hat. Nein, keine Neuverfilmung von "Angriff der 20-Meter-Frau". Gloria entdeckt, dass sie die Bewegungen eines Kaiju-Monsters steuern kann, das gerade in Seoul wütet. Eine wunderbare Genreparodie des spanischen Regisseurs und Drehbuchautors Nacho Vigalondo. Im Kino leider ein kolossaler Flop.

5. Rampage - Big meets Bigger (2018)

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Ein gigantischer Albino-Gorilla, ein flugfähiger Riesenwolf und ein Godzilla-Alligator drohen Chicago in Schutt und Asche zu legen. Das unnatürliche Wachstum ist das Ergebnis misslungener Gen-Experimente. Die lieben Tierchen können also gar nichts dafür. Das betont auch der nicht gerade kleinwüchsige Primatenforscher Davis Okoye, gespielt von Dwayne "The Rock" Johnson. Er hat den Albino-Gorilla George aufgezogen und sieht in ihm kein Riesenmonster. Der Wolf und der Alligator haben dieses Glück nicht und müssen sich warm anziehen: Denn beim Untertitel "Big meets Bigger" ist nicht ganz klar, wer mit "Bigger" gemeint ist.

4. Cloverfield (2008)

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Die Idee zu "Cloverfield" kam J.J. Abrams angeblich auf einer Japan-Reise. Vorbild sind einmal mehr die japanischen Kaijus. Erzählt wird der Film im "Found-Footage"-Stil. Bei dem pseudo-dokumentarischer Kunstgriff wird der Film sozusagen im Rückblick erzählt – auf Basis von gefundenen Videoaufnahmen (wie z.B. in "The Blair Witch Project" und "REC"). "Cloverfield" gibt sich alle Mühe wie ein Low-Budget-Film zu wirken, hatte aber ein Budget von immerhin 30 Millionen Dollar. Dafür ist dann das Monster aber nur sehr selten zu sehen. Der ganze schöne Spannungsaufbau – und dann keine anständige Monstersichtung. Das kostet Punkte.

3. Troll Hunter (2010)

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In der norwegischen Mockumentary wollen drei Studenten einen Dokumentarfilm über mysteriöse Bärentötungen drehen. Wie sich herausstellt, handelt es sich nicht um Bären, sondern um teilweise riesengroße Trolle. Die norwegische Regierung will deren Existenz vor der Öffentlichkeit verbergen. Diese originelle Idee setzt Regisseur und Drehbuchautor André Øvredal mit den gegebenen budgetären Limits in bester Tradition klassischer Monsterfilme als spannenden Fantasy-Thriller um.

2. Starship Troopers (1997)

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Rieseninsekten-Aliens. Der Mix aus Monster und Science-Fiction ist ja seit Alien keine Neuigkeit mehr. Aber riesige Insekten in Massen als bösartige Aliens, die die Menschheit bedrohen! Und dann auch noch Space-Marines! Was will man als Fan beider Genres mehr? Im Kino war Paul Verhoevens Si-Fi-Monsterfilm ein Flop, aber dann hat sich "Starship Troopers" schnell zu einem trashigen Kultfilm entwickelt. Auch wegen der Riesenmonster.

1. Kong: Skull Island (2017)

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Dass die Reise zur Skull Island nicht gut ausgehen würde, war von Anfang an klar. Aus "Kong: Skull Island" hätte also auch ein ziemlich vorhersehbarer Film werden können. Stattdessen ist das Action-Spektakel ein gelungener Mix aus Monster- und Dschungelkriegsfilm geworden. Mit den Erwartungen des Publikums wird ebenso gekonnt gespielt wie mit Genreklischees. Genau so stellt man sich ein zeitgemäßes Remake der alten Monsterfilme vor. Selbst die immer gleiche Schurkenrolle von Samuel L. Jackson passt diesmal gut ins Bild.

"Kong: Skull Island" ist übrigens nach "Godzilla" der zweite MonsterVerse-Film von Legendary. Zwei weitere Filme sind bereits angekündigt: "Godzilla - King of the Monsters" im März 2019 und "Godzilla vs. Kong" im Mai 2020.

Erwin Schotzger

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