Grein erlebt Großdeutschland

 2016
Dokumentation 
film.at poster

Dokumentation des Historischen Vereins der Stadt Grein.

Eintritt: frei

Der Historische Verein der Stadt Grein verfolgte ab 1995 ein auf privater Basis gemeinnütziges Forschungs- und Publikationsprojekt zur Zeitgeschichte auf regionaler Ebene – Stadt Grein/Donau und Umgebung (OÖ): Eine reichhaltige Interviewsammlung an „erzählter Zeitgeschichte“ entstand, die, illustriert mit Bild- und Filmmaterial, Basis für bisher 5 Videoproduktionen darstellt.

Der Schwerpunkt des Films liegt auf der lokalen Alltagsgeschichte in nationalsozialistischer Zeit in Grein und umfasst den Zeitraum von März 1938 bis zum Februar 1945. Am Beginn steht der Einmarsch der Hitlertruppen in Österreich und es wird thematisiert, wie die Greiner Bevölkerung damit umging. Große Freude bei vielen. „Die Freude allerdings abgestuft nach Bevölkerungsgruppen: Große Freude bei den Stadtbürgern, mittlere Freude bei den Arbeitern, geringe Freude bei den Bauern“, fasst Projektleiter Dr. Karl Hohensinner die Situation zusammen. Doch schnell geht Angst um, letztendlich folgt die dauernde Konfrontation mit dem Tod. Einige Zeitzeugen äußerten sich in diesen Gesprächen zum ersten Mal über verdrängte Erlebnisse der Jahre 1938 bis 1945. Was es heißt, als 14jähriger Bub an der „Hasenjagd“ beteiligt gewesen zu sein, war u. a. Thema. Die Konfrontation dieser Interviews mit historischem Bildmaterial, schriftlichen Quellen und Literatur wirft einen Blick auf die Veränderungen und grausamen Ereignisse im Zusammenleben dieser Zeit und zeigt die verschiedensten persönlichen Schicksale (Opfer und Täter).

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