Hundstage (2001)

 A 2001
Independent 121 min.
7.10
Hundstage (2001)

Sechs fragmentarische Geschichten, lose miteinander verbunden, erzählen in einer Atmosphäre des Alltags von Menschen aus der Peripherie einer Stadt.

Ein Wochenende zur Zeit der Hundstage. Es ist drückend heiß an der südlichen Wiener Peripherie, im Niemandsland zwischen Autobahnzubringern, Großmärkten und gleichförmigen Einfamilienhaussiedlungen. Sechs fragmentarische Geschichten, lose miteinander verbunden, erzählen in dieser Atmosphäre des Alltags von Menschen aus der Peripherie einer Stadt, von Abenden voller Singspiele, Sex und Gewalt.

Von Tagen voll Verlust von Liebe, der Sehnsucht nach Liebe und gleichzeitig ihrer Unmöglichkeit.

Details

Maria Hofstätter, Georg Friedrich, Erich Finsches, Victor Hennemann, Christine Jirku, Victor Rathbone, Claudia Martini
Ulrich Seidl
Wolfgang Thaler
Ulrich Seidl, Veronika Franz

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • DERB UND SEELISCH GRAUSAM
    Dieser Film ist einfach derb und seelisch grausam. Ich würde nicht sagen, daß der Film schlecht ist, aber weiterempfehlen würde ich ihn auch nicht wirklich. Die dargestellten Situationen waren so etwas von provoziert ungut, daß ich nicht mehr als die Hälfte geschafft hab. Das war das erste Mal, daß ich früher gegangen bin.

  • EIN FILM, DER DIE (ÖSTERREICHISCHEN) ZUSCHAUER POLARISIERT
    Wer kennt sie nicht, die unzähligen Neubausiedlungen und kleinen Schrebergärtchen, von hohen Zäunen und Hecken eingeschlossen, abgeschottet vor den Augen der Nachbarn. Neugierig wird man sich immer und immer wieder fragen, was sich dahinter so abspielen mag. Ob bei einer lautstarken Meinungsverschiedenheit zwischen Ehepartnern oder auch nur, wenn man vom quälenden Geräusch eines Rasenmähers gestört wird. Wer würde nicht gerne wissen, was "der da drüben" so denkt, träumt, hinter verschlossenen Türen und heruntergelassenen Jalousien so treibt. Und mit wem.
    Ulrich Seidl führt uns in seinem neuen (Skandal-)Film weit hinüber in diese verborgenen Reiche und gibt uns dabei Einblick in Geschehnisse, die man besser nicht gesehen hätte. Der einzige Skandal an der ganzen Geschichte ist jedoch der, dass alles wahr ist.

    Eine gedemütigte Ehefrau, die zerbrochene Ehe nach dem überraschenden Tod des Kindes, ein Jugendlicher mit zu hohen Besitzansprüchen, der alte Mann, der nach dem Tod seiner Frau nichts mehr hat als einen vollen Lagerraum für Lebensmittel und seinen Hund, ein Vertreter für Alarmanlagen.
    All diese Personen existieren. Doch ob man sie in den Wiener Außenbezirken zeigt, oder sonst wo in unserem kleinen Land, ist egal. Sie würden sich bei ihren Tätigkeiten immer gleich verhalten. Das der Einblick in diese Intimsphäre der einzelnen Protagonisten verstört, belustigt, anekelt oder schockiert ist jedoch unvermeidbar.

    In knappen zwei Stunden Film sieht man fast jeden der Laiendarsteller (halb-)nackt. Zuerst etwas irritiert, weil alle Frauen schon ältere Semester sind. Der Realismus verbietet es dem Regisseur quasi, junge Frauen (mit Model-Maßen) nackt zu zeigen. Denn solche würde man kaum finden. Hier setzt Seidl auf blanken, harten Realismus. Wie auch sonst in seinem Film.

    Den Höhepunkt stellt meiner Meinung nach Maria Hofstätter (die einzige bekannte Schauspielerin) als Autostopperin dar, die am Ende für ihr kindlich naives Verhalten "bestraft" wird. Sie wird gebrochen, für eine Tat beschuldigt, die sie nicht begangen hatte. Doch wenn sie in einer der letzten Einstellungen einen Lichtertanz vollführt, vor Bewegungssensoren hin und her läuft, merkt man ihr an, dass sich an diesen "Hundstagen" vieles verändert hat (nicht nur in ihrem Leben), jedoch alles gleich bleiben wird.

    (Anmerkung: Ich danke meinem Freund Matthias, der mich zu diesem Film begleitete und mich auf verschiedene Dinge aufmerksam machte.)

    Re: EIN FILM, DER DIE (ÖSTERREICHISCHEN) ZUSCHAUER POLARISIERT
    ein insgesamt schwacher film, platt, klischeehaft und oberflächlich...

  • Re: Re: oag
    und zagt de Leit wias teilweise san, brutal, deppat, voiwapplat, sauvafickt, und gschischn Vatrottlt. Iagandwia oag, da Wickal a weila da richtige Proletnoasch is und am liabstn Lagugaratscha singt, oiso des is so richtig niveaugschissn. Vü Schpaß.


    60 von 100

  • oag
    Hundstage




    Schon arg wenn es so heiß ist, die Luft steht, du kannst nichts machen, du liegst draußen in der Sonne, in deinem kleinen Reihenhäuschen, du läßt dich braten, kriegst einen Sonnenbrand nach dem anderen und liegst mit deinem Geliebten oder deiner Partnerin da. Das ganze spielt sich ab in einer Reihenhaussiedlung im 22. Bezirk, Stadlau, und im Gewerbepark Stadlau. Die Geschichte ist ziemlich komplex, es sind eigentlich 7 oder 8, oder 9, oder 10, oder 11, oder 4 ¿ 8 Geschichten. Am besten ich erzähle alles chronologisch in einer Reihenfolge.
    Das Kino war berstend voll, alle freuten sich endlich wieder einen Österreichischen Film zu sehen. Da wären mal MARIO und CLAUDIA. Eine Disco. MARIO geht zu Peter, der brunzt gerade in ein Becken, am liebsten würde er ihn killen und ausradieren. Draußen kommt es zu einer Rauferei. Nur weil CLAUDIA seine Freundin mit ihm gefickt hat, naja meine Güte, wer weiß wie lange MARIO und CLAUDIA zusammen sind. Wer weiß ob sich CLAUDIA und PETER lieben ? MARIO dreht durch, Der Streitschlichter, sein Freund, Name unbekannt schafft es gerade eine wilde Schlägerei zu verhindern. MARIO fährt mit CLAUDIA die Autobahn entlang, läßt sie aussteigen, nachdem sie Sau sie verprügelt hat, oder etwas heavy angefaßt hat. Der Arsch kann natürlich nicht normal mit Ihr reden, regt sich auf, was passiert ist kann man nicht mehr rückgängig machen, aber er denkt sich wohl, wenn er ein bißchen den Scheiß Schwanz raushängen läßt, kann er bei Ihr Eindruck schinden oder so.
    Wahrscheinlich kann CLAUDIA zu Fuß heimgehen. Niemand bemekrt wie es Ihr geht, die Eltern sind Sau Trampeln, die haben ein großes Haus, guter Job, und die Tochter hat bald Bullimie. Muß das sein ? Wieso kümmert sich niemand um sie ? CLAUDIA will doch zurück zu MARIO, der vergibt Ihr, beeindruckt sie mit seinem Cabrio, schnell muß alles sein, macht Ihr dann doch Vorwürfe. Immer ausgenutzt, immer gedemütigt, alle Frauen haben andere gefickt, nun Sie auch. Am liebsten würde er Ihr das Scheiß Maul zusammenschlagen, der Dreckshure der, aber er beherrscht sich. Macht auf Macho Macker, auch ein Schwein hat Gefühle. CLAUDIA sieht endlich ein das der Typ nichts wert ist und flüchtet.
    Dann wäre da noch der Alte Strumpf Opi, ein richtiger Alter Knacker, sein Garten ist ihm alles wert, er hat einen Hund, der ist eine Sau Töle, sau Faul, und Sau Schiach. Die Nachbarn streiten, Opi will Ruhe haben, er muß nachdenken, er ist über 70, er kriegt keinen Ständer mehr, die Alte ist über den Jordan. Die Nachbarn streiten, er hat keine Ruhe, da hilft nur eines den Rasenmäher aufdrehen, volle Bulle, und lärmen was das Zeug hält.
    OPI hat eine Freundin, die kommt ihn hin und wieder besuchen, darf für Ihn kochen, alter Macho Lustbock geiler, läßt sie die Kleider der Frau anziehen, dafür darf er nachdenken wie es war vor 100 Jahren einen Ständer zu haben. Reihenhaus, Gemeindesiedlung, Gemeindesauna und Gemeinschaftsraum. Ein Grieche, seine Ex Frau, beide leben neben einander im Selben Bau, er sieht seine Alte herumvögeln, ist sauer, macht Ihr das Leben zur Hölle, ist nervig, aber nicht gemein, traurig, seine kleine Tochter wurde auf der Autobahn überfahren. Das versteht natürlich RUBY so ein Sautrottel von Vertreter nicht, belästigt alle wegen neuen Sicherheitsvorkehrungen, alle brauchen ihn irgendwie, Autos wurden aufgekratzt, Scheiß Kids, irgendwelcher Familien, keine Zeugen, es war Nacht. Der OPI braucht keine neue Sicherheitsanlage, er hat den Scharfen faulen Hund dazu. Was ist wenn er aber stirbt, die Töle ? RUBY ist auch verheiratet, seine Frau ist ein Trampel, belästigt ihn dauernd, was willst zum Essen, wo ist das und das ? und das mitten in der Nacht, wo er Observation hat. Er nimmt mal eine Autostopperin mit, die ist behindert, ein Saublöder Trampel, ein Richtiges Wix Weib.
    Die fährt einfach den ganzen Tag die selbe Strecke, von da bis dort Hin, und

    Re: oag
    Will nicht auf 'besserwisser' machen aber die Reihenhaussiedlung ist nicht aus dem 22.Bezirk u die Autostopperin fährt zwischen SCS u Gewerbepark hin und her. Sie hat übrigens genial gespielt...

  • Der Film ist genauso wie er heißt, hundselendigschlecht!
    Mir hätte ja schon vor dem Beginn das "werte" Publikum auffallen sollen, das im Lauf des Films seine proletoide Abstammung bewies, indem es sich mit den handelnden Personen bestens identifizierte und bei Szenen lachte, die bei mir die Grenze der Geschmacklosigkeit weit überschritten haben. Das Drehbuch besteht zu 90% aus Wörtern der untersten Schublade wie: Geh scheissn, Oasch, fickn ... ein Vokabular, das dem österreichischen Film nicht gerade zu Ruhm verhilft. Wer zwischendurch ein kleines Nickerchen macht, versäumt nichts, denn wo es keine Handlung gibt, gibt es auch nichts zu verstehen. Vielleicht erhielt gerade deswegen dieser Film von einigen so gute Kritiken, ich versteh's sonst nicht!

    Re: Der Film ist genauso wie er heißt, hundselendigschlecht!
    bin genau deiner meinung!!
    der film ist mega mega mega unnötig, total deppat und mega primitiv.
    man geht raus und man könnte k******,

    keine message - kurz für die katz

    Re: Der Film ist genauso wie er heißt, hundselendigschlecht!
    Ulrich Seidl ist mit diesem Film etwas gelungen, das nicht vielen Kunstschaffenden glückt. Er hat menschliches Leid auf eine erschütternd nüchterne Weise auf die Leinwand gebracht ohne den einzelnen Charakteren die Würde zu nehmen. Im Gegenteil...die Momente der absoluten Entblößung werden zu intimen Skizzen einer Existenz wie sie sich in ihrer schillernden Mannigfaltigkeit nur zeigen kann....und am Ende bleibt einzig der Eindruck, das wir alle im selben Boot sitzen und die zwischenmenschlichen Abgründe hinter wohlgehüteten sauberen Fassaden vorhanden sind....wir sind doch alle ein bißchen wie die Menschen in diesem Film...
    Drastische Bildsprache und extreme Verbalattacken, Zerrbilder wahnhafter Existenzen....wunderbarer Film, danke Ulrich Seidl..

    Re: Der Film ist genauso wie er heißt, hundselendigschlecht!
    Na da hat wohl wer die handlung einfach nich mitgekriegt.... Handstage zeigt einfach beinhart wiener realitäten... und in wien gehts halt derb zu, deshalb so viele schlimme schlimme worte wie orsch und so... das da seidl das so zeigt wie ers tut und wies einfach is, is gut so! Zwar möcht ma gegen ende (120 minuten!) nur noch kotzen, aber auch das is gut so. Seidl for bundeskanzler ;)

    Re: Der Film ist genauso wie er heißt, hundselendigschlecht!
    du hast scheinbar überhaupt nichts verstanden...


    das ist so ziemlich der intensivste film seit langem und schon deshalb absolut sehenswert..ob er gut ist weiss ich nicht, in wahrheit doch nichts anderes als freakshow...obwohl das ist die U6 ja auch

    anschauen und wundern, lachen, sich ekeln

    das leben auf leinwand!

    Re: Der Film ist genauso wie er heißt, hundselendigschlecht!
    unsensibles publikum, das nix versteht, gibts immer wieder, das darf man dem film nicht ankreiden. hat der filmemacher das ziel zu haben, dem österreichischen film zu ruhm zu verhelfen, indem er sich edler sprache bedient? der film zeigt, wie's rennt. mancherorts in nicht ganz so vulgärer schale, anderswo genau so wie in diesem film. der film hat sehrwohl eine handlung. wenn es dir gelingt, mit den personen trotz ihrer andersartigkeit mitzufühlen, wirst du merken, daß sie sich weiterentwickeln - oder weiter im netz der hohlen kommunikation verwickleln und ihre sehnsüchte nach menschlichkeit in die kanäle der unmenschlichkeit abfließen lassen.

    Re: Der Film ist genauso wie er heißt, hundselendigschlecht!
    Hallo Hannes!
    Ich kann Deine Meinung nur teilen!
    Aber wie bist Du eigentlich auf die Idee gekommen Dir diesen Film überhaupt anzusehen...würde mich einfach nur so interessieren??

    Re: Re: Der Film ist genauso wie er heißt, hundselendigschlecht!
    Hallo Angie!

    Ich hab mir hier die Userkritiken durchgelesen und die waren fast alle positiv. Also ist nicht nur der Film Scheisse sondern auch die meisten Userkritiken, denen man anscheinend auch nicht mehr glauben kann. Wem dieser Film gefallen hat, sollte einmal in sich gehen, dies aber nicht mit Nasenbohren verwechseln.

  • Sing oder bliat!!!
    Lakaguratscha Lakaguratscha nananananananana,
    Lakaguratscha Lakaguratscha nananananananana!!
    Na was is!!!!
    Reiß au die Geign!!!

  • das ist österreich ! ?
    dieser film ist lustig und beklemmend zugleich wie kein zweiter.

    die lust am und der ekel beim schauen kommen zum zug, das leben wird gezeigt, wie es ist, mit aller lust, alltäglichkeit und grausamkeit. die auswahl der alltäglichkeiten ist so präzise, daß sie nicht banal erscheinen, sondern die personen (und die österreichische seele) präziser charakterisieren als es jeder dialog je könnte.

    und sehr, sehr vieles spielt sich täglich genauso ab, wenn auch meist subtiler und lang nicht so explizit.

    "... heimat bist du großer ..."

  • GRENZGENIAL!
    Mich wundert, dass hier die negativen Kommentare so sehr überwiegen. Ich find den Film unglaublich beeindruckend. Ein Lob auch an die Schauspieler, die machen ihre Sache extrem gut. Realer kann Kino nicht sein und Seidl zeigt, dass die Realität mitunter nahezu unerträglich ist. Klar, dass das nicht jedermanns Sache ist. Aber in meiner persönlichen Top-Liste bekommt der Film einen Platz ganz weit vorne.

    Re: GRENZGENIAL!
    Na die schauspieler spielen sich ja größtenteils selbst... was natürlich auch die UUUR leistung is... aber alles leihen... deshalb vielleicht noch löblicher...

  • Nach diesem Film fühl man sich einfach schön!
    Also allgemein betrachtet, kann der Film nichts.
    Das einzige was positiv ist wenn man aus dem Kino geht ist, daß man sich selbst wunderschön findet, denn es gibt überhaupt "keinen feschen/schönen" od. interessanten vorallem "männlichen" Schauspieler/Darsteller.

    Re: Nach diesem Film fühl man sich einfach schön!
    der film zeigt mir wieder was für abgründe in einem jeden stecken. denn meiner meinung nach sind die karaktäre nur opfer ihrer umwelt,erlebnisse und ihrer geschichte. du solltest mal in dich hineinschauen, vielleicht entdeckst du dinge in dir die dir nicht bewusst gewesen sind.
    und übrigens aussehen ist nichts maximal eine hülle

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