"Ich bin dann mal weg": Auf Sinnsuche

Filmseite…/Warner
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Der deutsche Entertainer Hape Kerkeling brachte unter dem Titel "Ich bin dann mal weg" ein Buch über seine Pilgerreise auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela heraus. Bei der Verfilmung seiner teils irdischen, teils auch spirituellen Reiseabenteuer ist Kerkeling allerdings nur Produzent und lässt sich selbst von Devid Striesow spielen. Einen Film lang kann man beobachten, wie einst der Bub "Hans Peter" zum Komiker "Hape" wurde, wie er nach einem Zusammenbruch auf der Bühne sein "Couch-Potatoe-Dasein" beendet und zum Grab des heiligen Jakob pilgert. Kerkelings Buch ist zu entnehmen, dass er selbst (s)eine Art von Glauben auf dem Jakobsweg finden konnte – als "Buddhist mit christlichem Überbau".

Diese Erkenntnis erschließt sich dem Filmzuschauer nicht wirklich. Devid Striesow erfüllt seine Rolle mit viel Anstand, hat aber doch einen Film lang mit der Tatsache zu kämpfen, nicht Hape Kerkeling zu sein. Besinnliche Weihnachtsunterhaltung, die sich manchmal zu krampfhaft bemüht, Komik ins Spiel zu bringen. 

Text: Gabriele Flossmann.

INFO: D 2015. 92 Min. Von Julia von Heinz. Mit Devid Striesow, Martina Gedeck.

KURIER-Wertung:

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