Il Girasole - Una casa vicino a Verona

CH, 1995

Dokumentation

Min.17

Das von leisen Elektromotoren angetriebene „bewegliche Haus“ ist ein seltenes Unikum als Manifest (oder ein Nachbote) des italienischen Futurismus. Eine sehr ästhetische und stimmungsvolle Baumonographie von Christof Schaub über ein außergewöhnliches Bauexperiment der 1930er Jahre. Zwischen 1930 bis 1935 realisierte der Genueser Bauingenieur Angelo Invernizzi (1884-1958) gemeinsam mit dem gleichaltrigen Architekten Ettore Fagiuoli (1884-1961) und einem talentierten Mechaniker in Marcellise unweit von Verona den futuristischen Traum von einem beweglichen Haus (Casa girasole heißt „Sonnenblumenhaus“), dessen ausgeklügelte Mechanik und „arrier plan“ der Betonweise als ein gebautes manifest des Futurismo gilt. Dieses bislang eher unbekannte Werk der Moderne ist ein silbrig glänzende Wohnmaschine auf einem riesigen, rundlichen Unterbau inmitten eines verzauberten Weinbergs. In seinem Inneren befindet sich ein Motor, der das Rundhaus 360 Grad langsam um die eigene Achse zu drehen vermag und immer wieder Aus- und Einblicke erlaubt. Die Villa folgt dem Tageslauf der Sonne oder den Ausblicken in die liebliche Landschaft.

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  • Regie:Christof Schaub

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