Im Auftrag des Teufels

 USA 1997

The devil`s advocate

Thriller 144 min.
7.50
Im Auftrag des Teufels

Ein Anwalt in den Krallen des Teufels.

In den Gerichtssälen von Florida
erweist sich Anwalt Kevin Lomax (KENAU
REEVES) als unschlagbar. So wird Joh
Milton (AL PACINO), Herrscher über eine
weltweit operierende Anwaltskanzlei in New
York, auf Kevin aufmerksam. Er offeriert ihm
ein Leben in Luxus, fordert aber
bedingungslosen Einsatz. Kevin setzt seine spektakuläre Karriere in
Manhatten fort, doch seine Frau Mary Ann (CHARLIZE THERON) fühlt
sich allein gelassen und wird von Alpträumen verfolgt. Der Himmel auf
Erden stellt sich als Hölle heraus. Nur weil er nicht auf sein Gewissen hört,
verbucht Kevin weitere Erfolge. Doch dann wird sein Kollege Eddie
Barzoon (JEFREY JONES) ermordet. Vergeblich warnt ihn seine Mutter
(JUDITH IVEY) vor dem modernen Sündenbabel. Kevin Lomax hat
plötzlich Höllenangst. Und am Höllentor empfängt ihn John Milton.

Details

Kenau Reeves, Al Pacino, Charlize Theron, Jefrey Jones, Judith Ivey, Connie Nielsen
Tylor Hackford
James Newton Howard
Jonathan Lemkin, Tony Gilroy

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Lieber in der Hölle regieren..
    Ein Mystery-Thriller ohne Tod aber mit viel Teufel. Er spielt sich in einem Dreiecksverhältnis ab: John Milton (Al Pacino) ist, - wie wir erst nach und nach erfahren - der Satan, für ihn arbeitet (s. Titel) Kevin Lomax (Keanu Reeves), der mit Mary Ann (Charlize Theron) verheiratet ist. Reeves ist teuflisch gut, Pacino ist noch besser, furchterregend souverän und die Theron ist einfach überirdisch. Sie wandelt sich von der schicken Partymaus zu einer kaputten, kranken Frau. Für bibelfeste und literaturkompatible Zuschauer ist der Genuss doppelt so groß. Man kann aber auch einfach nur die eskalierenden Hinweise bis zum bombastischen Finale goutieren, bis sich der Teufel outet. Zuvor gab es mal eine Monsterfratze, einen züngelnden Al oder einen Schnellschnitt: Baby, Blut, Traum, Charlize hüllenlos in der Kirche. Hat sie der Teufel besessen? Hat Reeves es mit seiner ‘Schwester‘ (Connie Nielsen) getrieben? Ein Mysterium! Die Auflösung ist optisch raffiniert, dramatisch hochspannend und inhaltlich überraschend. Und das geschieht auf hohem sprachlichem Niveau. Hier war die Romanvorlage sicherlich hilfreich. Sie liefert auch die Dialoge. (‘Gott ist ein Spießer, ein Sadist. Ich bin vielleicht der letzte Humanist ‘oder ‘die Tugend des Teufels ist in seinen Lenden‘.)
    Man muss nicht unbedingt John Milton mit dem ‘Verlorenen Paradies‘ ins Feld führen. Lomax hat seine Seele dem Teufel verkauft und sein Paradies verloren. Er nahm quasi Blutgeld, wir haben zwei Selbstmorde zu verkraften und erwachen aus einem bösen Albtraum. Und können beim letzten Bild, das die Perpetualität des Bösen dokumentiert, wieder schmunzeln.