In Person Goh Harada

Film

Die Filme des unabhängigen Filmemachers Goh HARADA präsentieren gleichermaßen ein narratives und ein experimentelles Kino, das dem praktisch und theoretisch interessierten Publikum gleichermaßen zugänglich ist. HARADA stellt nicht den Menschen als privilegierten Akteur oder Darsteller in den Fokus seiner Kamera, sondern das emotionale Beziehungsgeflecht zwischen den Elementen „Technik“ und „physische Lebenswelten“. HARADAs formale 16mm-Arbeiten bestechen durch sein handwerkliches Können ohne dabei den lyrischen Aspekt zu vernachlässigen. Wenn er etwa eine Bildoberfläche aus schwarzem Pigment auf eine weiße treffen lässt, die Materialien mit den Fingerspitzen Bild für Bild auf die transparente Folie gebracht, und dieser Film dann 17.000 Schwarzweißbilder durch den Filmprojektor jagt und somit fiebrige Bewegungen erzeugt, bildet dies keinen Widerspruch zu jenen Filmen, in denen HARADA einen Nachmittag in Tokyo in den 2000er Jahren dokumentiert: Suppe kochend, Geschirr spülend, Radio hörend und durch den Park spazierengehend. Seine aktuellen Videoarbeiten kombinieren unterschiedliche Bilder mit nichtdazugehörigen Tönen, welche innerhalb ihrer Montage und ihres Zusammenspiels einen Zeitablauf erneut synchronisieren.

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