Youki 16 Programmblock 4

 2014
Kurzfilm 80 min.
film.at poster

Eine Reihe von Kurzfilmen, die von Kindern und Jugendlichen gemacht wurden...

1. Run (Großbritannien/ Jack Spring)

Wie durch Hypnose wird man in einen Bann gezogen, der immer wieder für den Bruchteil einer Sekunde unterbrochen wird. Ein Gefühl der Beklemmung macht sich breit, das noch bis nach dem Abspann nachhallt. Ein eindringlich von der Leinwand starrendes Augenpaar erklärt die Zuseher_innen zu Beobachteten, denen die Möglichkeit offensteht, die eigenen Schlüsse aus der erzählten Geschichte zu ziehen.

2. Life as you don't know it (Slowenien/ ZVVIKS Institute)

Es waren einmal drei kleine pinke Hasen. Sie lebten in einem pinken Haus mit ihrer Großmutter.
Der erste Hase war etwas größer und fester als die anderen, der zweite trug eine Brille und der dritte war immer etwas blass. Bei Großmutter war es niemals langweilig, und wenn doch, dann konnte man immer noch den Fernseher anmachen.

3. Currywurst (Österreich/ Medien Kultur Haus Wels)

Weltberühmt in Österreich, am besten auch noch reich - dafür braucht es eine knallende Idee und den Gang ins Ausland. Currywurst ist eine futuristische Erfolgsstory im Trash-Kostüm. Und weil das Leben mehr als Arbeit und Lohn ist, wie Bernadette La Hengst im Film singt, darf natürlich auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen. Eine skurrile Komödie aus Wels, in der Berlin nur um die Ecke des YOUKI-Kinosaals liegt...

4. Mia (Österreich/ HTBLVA Graz Ortweinschule)

Für Jugendliche ist das eigene Zimmer eine Art Festung, in der sie sich unbeschwert entfalten können und Eltern nur "auf eigene Gefahr" Zutritt gewährt wird. Im Fall von Mia erreicht dieser Status eine neue Ebene. Gemeinsam mit ihrer pflegefordernden alkoholkranken Mutter lebt sie in einer kleinen Wohnung. Nur in ihrem Zimmer findet Mia Ruhe. Von dort aus flieht sie nachts in eine düstere Traumwelt, um der noch viel düstereren Realität des Tages zu entkommen.

5. Die Bäcker. Echt. Gut. (Österreich/ LBS Baden)

Ein Tag im Leben eines Bäckerlehrlings. Zusammen mit drei Arbeitskollegen erzählt Florian von der Kunst des Zopfflechtens oder Semmelrollens - kurzum, vom Handwerk des Teigdesigns. "Die Bäcker" zeigen außerdem, wie sie ihr Plundergebäck zum Leben erwecken können: Ein Teil der Filmkulissen wurde von den Lehrlingen gebacken und für die Animationsfilmsequenzen verwendet.

6. Afghan Doll (Afghanistan/ Mohammad Abedian)

Nicht dem Zufall dürfte es geschuldet gewesen sein, dass der große Autor und Denker Walter Benjamin eine umfangreiche Spielzeugsammlung besaß und sie auch für seine gesellschafts- und kulturkritischen Überlegungen heranzog. Gleichermaßen erzählt Afghan Doll die Geschichte eines kleinen Mädchens und ihrer Puppe und bezieht Stellung gegenüber religiösen Gepflogenheiten und Vorschriften...

7. Stockholm (Spanien/ Alvaro Martin)

Timmy soll einen Aufsatz über die berufliche Tätigkeit seines Vaters schreiben. Gesagt, getan. Als konsequent überdrehtes Genre-Spiel aus der Perspektive eines kleinen Jungen (Tarantino trifft Spielberg) erzählt Stockholm was man so alles erleben kann, wenn das alleinerziehende Familienoberhaupt viel Wert auf Bildung legt und seine ungewöhnliche Arbeit ab und an mit nach Hause bringt.

8. Fremdkörper (Deutschland/ Ozan Mermer)

Am Anfang ein Bild, wie es stärker nicht sein könnte. Ausgehend von einem Suizid erzählt der düster-tragische Film Fremdkörper vom teils menschenunwürdigen Alltag in einer Asylunterkunft - und wie dieser in eine Katastrophe mündet. Bemerkenswert präzise gespielt, vermeidet Fremdkörper gewohnte Klischee-Fallen. Eine verdichtete und beklemmende Spielfilmminiatur.

9. PLUG&PLAY (Deutschland/ Hochschule Luzern D&K)

Menschenähnliche Geschöpfe mit Steckern anstelle von Köpfen treiben ihr Unwesen. Statt sich dem Diktat erhobener Finger hinzugeben, ergeben sie sich bald sich selber. Doch auch die Finger fingern herum. Ist es Liebe?

10. First Love - ein Erklärungsversuch (Schweiz/ HSLU - Hochschule Luzern für Design und Kunst)

So einfach wie es ist: eine Ode dem Skateboard. Love it or hate it!

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