Youki 16 Programmblock 8

 2014
Kurzfilm 85 min.
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Eine Reihe von Kurzfilmen, die von Kindern und Jugendlichen gemacht wurden...

1. Álex (Spanien/ ESCAC FILMS)

Álex steht vor einer schwierigen Entscheidung. Sie hat die Möglichkeit ihre leibliche Mutter zu treffen und kennenzulernen. Im Zwiespalt zwischen Neugier und Angst vor einer Enttäuschung sieht sie sich nun mit der Frage nach ihrer Herkunft konfrontiert - vielleicht auch nach ihrer wahren Identität.

2. Eine schwierige Geburt (Regionalaugenschein) (Österreich/ HAK Traun)

Schüsse, brennende Häuserruinen, verzweifelte Blicke. TV-Bilder von Kriegsschauplätzen sind beinahe omnipräsent. Verdeckt bleiben dabei aber häufig die persönlichen, damit einhergehenden Schicksale. Wie jene der Familie Sijak, die in den 90er-Jahren aus Bosnien nach Österreich flüchtete und hier ihr neues Zuhause aufgebaut und gefunden hat. Ein ergreifender Interviewfilm über Menschen, die Kriegsbilder als Realität erfahren mussten. Biografie trifft Weltgeschehen.

3. Wasser aus Korn (Österreich/ Josephine Ahnelt)

Jugendliche im ontologischen Drift zwischen Selbstinszenierung und Selbstfindung. An der Peripherie von Wien vermittelt sich eine dokumentarfilmische Lyrik, die mit der sinnlichen Verspieltheit ihrer Protagonist/innen korrespondiert. Eine unkonventionelle, zärtliche Coming-of-Age-Studie in grobkörnigem Schwarz-Weiß.

4. Vögel zählen (Deutschland/ Anja Gurres)

Julia zählt Vögel um sich zu beruhigen. Wäre sie einer, dann hätte sie damals vielleicht wegfliegen können. Mittlerweile ist Julia erwachsen und lebt zurückgezogen in einer kleinen Wohnung, doch die furchtbaren Erinnerungen an damals suchen sie nach wie vor in ihren Träumen heim. Erneut Vertrauen zu schöpfen ist keine leichte Aufgabe.

5. RECENTLY IN THE WOODS (Deutschland/ School Of Art And Design Kassel)

"Wie alle anderen sein oder anders als alle anderen sein?" Eine Frage, die sich sehr früh im Leben stellt und wohl nie zur Gänze beantwortet wird. In Form einer herrlich bitter-schwarzhumorigen Animation zeigt Recently in the Woods, dass die Entscheidung nicht in jedem Fall von uns selbst getroffen werden muss. Manchmal übernehmen das nämlich Erdbeeren, die so süß aussehen, dass man sie am liebsten auf der Stelle verputzen möchte.

6. Sara (Iran/ Hamid Taheri)

Während die Kamera auf vermeintlich unwichtige Details fokussiert und damit die Spannung triggert folgen wir einem Gespräch aus dem Off. Wir folgen den Protagonist_innen - leise und vermeintlich unbemerkt - im Schatten des Stiegenaufgangs, wo sie in ihren Taschen nach der letzten Zigarette suchen. Mit geheimnisvollen Bildern und unter dem kontinuierlichen Ticken der Wanduhr erzählt Sara eine Geschichte von Eifersucht und Betrug.

7. honeymoon (Iran/ Pouya Nabbi)

Eine verregnete Nacht. In einem Auto stellen sich Ava und Bahram ihren Beziehungsproblemen. Er habe sie belogen, insistiert Ava. Und tatsächlich hat Bahram etwas verheimlicht. Ein atmosphärisch verdichteter Film über Schein und Realität - und die vielen kleinen Puzzleteile, die es braucht, um letztlich das vollständige Bild zu erkennen.

8. El espejo humano (Spanien/ Marc Nadal Manzanares)

Nach einer wahren Begebenheit: Die 17-jährige Alicia pflegt wenig Kontakt mit jener Außenwelt, die über die grausamen TV-Nachrichtenbilder in ihr klaustrophobisch inszeniertes Zuhause vordringt. Während sie sehnsüchtig auf die Zuneigung ihrer kaum anwesenden Eltern hofft, scheint sie die Normalität der Bestialität zunehmend zu akzeptieren. Bald schon wird sie auf ihrer verzweifelten Suche nach elterlicher Liebe zu extremeren Mitteln greifen. Ein berauschendes Schwarzweiß-Horrorkabinett.

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