Josef Dabernig: Kurzfilmprogramm 2

 
Independent, Kurzfilm 
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Bild und Ton wusste Josef Dabernig immer schon gekonnt zu kontrastieren.

ROSA COELI A 2003 REGIE Josef Dabernig TEXT Bruno Pellandini LÄNGE 24 Minuten FORMAT 35 mm, s/w

LANCIA THEMA A 2005 REGIE Josef Dabernig LÄNGE 17 Minuten FORMAT 35 mm, Farbe

AQUARENA A 2007 REGIE Josef Dabernig, Isabella Hollauf LÄNGE 19 Minuten FORMAT 35 mm, Farbe

HOTEL ROCCALBA A 2008 REGIE Josef Dabernig LÄNGE 10 Minuten FORMAT 35 mm, s/w

HERNA A 2010 REGIE Josef Dabernig TEXT Bruno Pellandini LÄNGE 17 Minuten FORMAT 35 mm, s/w

Mit ROSA COELI, entstanden 2003, erweiterte Josef Dabernig seinen filmischen Kosmos um eine neue Ebene. Während zwei Geschäftsmänner in einem osteuropäischen Hotel ein förmliches Meeting absolvieren, eröffnet die akustische Ebene, für die er erstmals eine literarische Vorlage wählte, eine ganz andere Welt. Im parallel montierten Text von Bruno Pellandini berichtet ein Erzähler über seine ambivalente Rückkehr ins mährische Heimatdorf, in dem er seinen Vater beerdigen wird und fügt dem, was das Bild behauptet, einen emotional aufgeladenen Subtext hinzu. In ROSA COELI und den späteren Kurzfilmen Dabernigs lässt sich eine atmosphärische Veränderung beobachten, der komödiantische Unterton ist melancholischer geworden, einmal mehr paaren sich Gegensätze wie Vergangenheit und Gegenwart, Moderne und Verfall und das Verlieren oder Festsitzen in Raum und Zeit (HERNA, HOTEL ROCCALBA). In LANCIA THEMA führt eine Autoreise in ein italienisches Niemandsland, unterlegt mit Arien von Verdi und Bellini und Schuberts Winterreise; in AQUARENA, das Dabernig zusammen mit Isabella Hollauf realisiert hat, ziehen ein Schwimmer und eine Schwimmerin, eingebettet in Wasserbilder und -mythen, gemächlich ihre Bahnen. In seinem neuesten Film HERNA verdichten sich die assoziativen Bezüge zwischen den Bildern und einem Hörspiel, das ebenfalls aus der Feder von Bruno Pellandini stammt, zu einer Studie über Spielleidenschaft und leere Träume von materiellem Überfluss. (lm)

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