Kino wider die Tabus

 
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Die Wolke durchzieht den Mond, das Rasiermesser zerschneidet das Auge - und der Film explodiert in den Händen des kultur vertrockneten Abendlandes. Der Witz, die Wut und die Wollust von Un chien andalou sind 80 Jahre später nicht mürbe geworden, seine images choques reißen uns immer noch fort in Verstörung, konvulsivische Schönheit und das Reich des Wunderbaren. Danach: Menjant garotes, ein hintersinniger "Privatfilm" über Dalís Vater beim genüsslichen Verzehr von Seeigeln; Espagne 1937, der Versuch, mittels dokumentarischer Bilder vom Spanischen Bürgerkrieg die Welt aufzurütteln; sowie: Las Hurdes, ein weiterer Klassiker des verbotenen Kinos. Die Kommentarstimme und die Klänge der Musik stimmen die Erwartung darauf ein, einen kultivierten Dokumentarfilm über die Elendsregionen der Estremadura zu sehen. Dann jedoch: statt dem Gespenst der Sachlichkeit eine erschreckende Vision von Tod, Krankheit, Verwesung. Das Surreale als Bestandteil des Alltags.

Un chien andalou

Luis Buñuel & Salvador Dalí

1929

s/w

Frz. ZTmdU

restaurierte Fassung

Länge: 21 min.

Menjant garotes

Luis Buñuel & Salvador Dalí

1930

s/w

Mit Dank an Filmoteca de Catalunya

Länge: 4 min.

Las Hurdes / Terre sans pain

Luis Buñuel

1932

s/w

Frz. OmdU

Länge: 29 min.

Espagne 1937

Luis Buñuel

1937

s/w

Frz. OmeU

Länge: 34 min.

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