Klänge des Verschweigens

 D 2012
Dokumentation 90 min.
film.at poster

Im Mittelpunkt des Projektes steht die Biographie des Sängers und Pianisten Wilhelm Heckmann. Er war ausgebildeter Konzertsänger und trat seit 1923 bis in die Sechziger Jahre hin in ganz Deutschland und der Schweiz auf. In seiner eigenen Familie wurde er allerdings als das "schwarze Schaf" behandelt.

Detektivisch verfolgt der Filmemacher die Spur seines Lieblingsonkels Willi, Jahrgang 1897, über dessen Vergangenheit in der Familie hartnäckig geschwiegen wurde. Erst spät kam ans Tageslicht, dass er wegen seiner sexuellen Orientierung acht Jahre in den Konzentrationslagern Dachau und Mauthausen inhaftiert gewesen war. Einen Film darüber zu machen, lehnte Willi ab. Erst nach seinem Tod kann sich Klaus Stanjek auf Spurensuche begeben und versuchen, die zahlreichen offenen Fragen zu klären. Warum wurde der Onkel wirklich inhaftiert? Wie konnte er die lange Zeit der Internierung überleben? Was war die Haltung seiner Familie? Das Material des Films basiert vor allem auf sekundären Quellen wie Erzählungen von Verwandten und Zeitzeugen, eigenen Erinnerungen, aufgespürten Dokumenten und vielen Fotos. Am Ende lässt sich das Bild des Onkels neu zusammensetzen - und man kommt der Wahrheit ein Stück näher.

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Klaus Stanjek
Klaus Stanjek

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