Kurzfilme Identities Festival 2015 - Teil 3

 A 2015
Kurzfilm 52 min.
film.at poster

Origin and Theory of the Tape Cut Ups & Recalling All Active Agents

William S. Burroughs

UK Mitte 1960er, Sound Piece, 5 min, OF

Den Beginn des Ginsberg & Burroughs Kurzfilmprogramm macht das kurze Sound-Stück Origin and Theory of the Tape Cut Ups & Recalling All Active Agents, in dem Burroughs die 1959 von Brion Gysin entwickelte Cut-up-Technik erläutert und an einem Beispiel exemplarisch vorführt. Neben der Kollaboration mit Gysin, eigenständigen Cut-up-Experimenten mit Texten (darunter die Romane „The Soft Machine“, „Ticket that Exploded“) und Tonbandaufzeichnungen entstanden auch Cut-up-Filme, die Burroughs ab Beginn der 1960er Jahre mit dem jungen englischen Filmemacher Antony Balch und in Zusammenarbeit mit Ian Sommerville, einer großen Liebe von ihm, realisierte.

Ginsberg Guides Us Through an Exhibition of His Photographs

Jerry Aronson

USA 1985, Digital, Farbe, 8 min, OF
In einer Führung durch die eigene Ausstellung in der Holly Solomon Gallery 1986 in New York zeigt Ginsberg eine Auswahl seiner fotografischen, mit kurzen Textzeilen erweiterten Arbeiten; zahlreiche Schnappschüsse, die er zwischen 1953 und 1984 anfertigte, und über die er zentrale Protagonisten der Beat Generation vorstellt.

Towers Open Fire
Antony Balch
USA 1963, Digital, s/w, 10 min, OF

"Towers Open Fire" basiert im weitesten Sinne auf dem gleichnamigen Text von Burroughs und ist kausal nicht wirklich fassbar, was aber dem Reiz des Dargestellten keinen Abbruch tut. Neben der versierten Form besticht der Film durch die Zusammenführung unterschiedlichster denkwürdiger Szenen, wie etwa des Börsenkrachs, Burroughs im Partisanenlook oder im Zoo, einer Gerichtsszene, die im British Film Institute in London gedreht wurde, oder der Darstellung der Dream Machine, einer Flickervorrichtung von Gysin, die psychoaktiv wirkt.

Neal Cassady and Allen Ginsberg at City Lights Bookstore

Richard Lerner

USA 1965, Digital, s/w, 25 min, OF

Der City Lights Bookstore in San Francisco wurde von Lawrence Ferlinghetti 1953 gemeinsam mit Peter D. Martin gegründet und avancierte zu einem Treffpunkt der avantgardistischen Literaturszene. Im begleitenden Verlag kamen 1956 auch „Howl“ von Ginsberg sowie zahlreiche andere wichtige Werke der Beat Generation heraus. In einem atmosphärisch dichten filmischen Dokument treffen Ginsberg und eine Muse der Beatniks, Neal Cassady, aufeinander, der erst nach einer Weile zum Gespräch dazustößt, als erstes nach seinem Honorar fragt und von einem Prozess wegen Besitzes von Marihuana berichtet. Ginsberg äußert sich zu tibetischen Ritualen, Drogen, Berührungspunkten zwischen Marxist_innen und Kapitalist_innen, über die politische Lage in den osteuropäischen Ländern oder Kuba, aber auch zum Vietnamkrieg.

Ballad of the Skeletons
Gus Van Sant
USA 1994, Digital, Farbe und s/w, 4 min, OF

Den Abschluss des Ginsberg & Burroughs Kurzfilmprogramms bildet ein Musikvideo eines bahnbrechenden Gedichts von Ginsberg. Ballad of the Skeletons, das mit der musikalischen Begleitung von Paul McCartney und Philip Glass und unter der Regie von Gus Van Sant zu einer messerscharfen politischen Ode avanciert, die das politische Klima der Gegenwart angreift und spitzfindig zerlegt.

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