L' Inconsolable

 F/CH 2011
Independent, Kurzfilm 
film.at poster

Wie der alte John Ford ins Monument Valley kehrt Jean-Marie Straub immer wieder in die Wälder rund ums toskanische Buti zurück. Und auch seinen Darstellern ist er treu geblieben wie Ford seiner «family of actors». L'Inconsolable ist die Geschichte des Orpheus, der alte Mythos, von Pavese neu erfunden, dargelegt im Gespräch, Rede und Widerrede zwischen Orpheus und einer Bacchantin. Der Blick zurück als Blick in die eigene Geschichte, als Eingedenken, als Schmerz. Und das Ganze als lebendige Gegenwart zweier Menschen im Wald, sprechend, lauschend, dazwischen das Rauschen des Windes. Am Ende noch einmal lange, nahe Gesicht und Blick jenes Mannes, der als Orpheus spricht. Und schweigt. «Die Jahre vergehen», heißt es einmal in Paveses Tagebüchern, «und nach und nach zeichnet sich im Gesicht eines jeden immer mehr der Totenschädel ab». Dieser Film ist Teil des Special Programs Straub!.

(Text: Viennale 2011)

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Jean-Marie Straub

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