La pistola de mi hermano (My Brother's Gun)

 Spanien 1997
film.at poster

EinFilm ohne Erklärungen: Ein Sechzehn- jähriger erschießt im Supermarkt einen Wachmann, der ihn verdächtigt, ein Comic-Heft mitgenommen zu haben. Er stiehlt einen Mercedes, in dem ein junges Mädchen sitzt, das einen Selbstmordversuch hinter sich hat. Für das Mädchen bedeutet die Fahrt Abenteuer, für die Außenwelt ist es eine Geiselnahme. Loriga hat alles unternommen, um ein gewalttätiges Road Movie à la Natural Born Killers zu vermeiden. Er reizt Standardsituationen nicht aus und folgt seinem Pärchen unterkühlt und mit verhaltenem Staunen. Er hat dem Film meisterhaft eine Atmosphäre der Fremdheit unterlegt, zwischen der Schönen und dem Killer in einem Motelzimmer, aber auch in den Begegnungen der beiden während der Flucht. Sie treffen zwischen den Buden eines Jahrmarkts ein Mädchen, das Ecstasy nimmt und in einer Band spielt, und später dann ein anderes Pärchen, das in einem abgelegenen Haus wohnt. Und irgendwann merkt der Zuschauer, daß ihm die Realität auf dem spanischen Land so fremd erscheint wie dem flüchtigen Pärchen. (Rudolf Worschech)Text: Viennale 98

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Ray Loriga

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