Les symphonies de ville

 
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Dieser Abend der Reihe 'Paris im Film' präsentiert die zweite Generation der sogenannten 'Stadt- und Straßenfilme'.

Les symphonies de ville (91 min.)
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Nach dem Debüt der ersten, oftmals misslungenen, 'Stadt- und Straßenfilme' realisierte eine neue Generation von unabhängigen Filmemachern kurz darauf die gelungensten Beispiele der neuen Gattung. Hier wurde versucht, mit den Mitteln der Gebrauchs- und Werbephotographie bzw. mit Methoden des Dokumentarismus querschnittartig das typische 'Leben ohne Helden' (Béla Balázs) neutral einzufangen.

Paris Express (1928/29)
Frankreich. 39 min. SW. 35 mm. (stumm)
Regie: Pierre Prévert, Marcel Duhamel
Noch kurz bevor Pierre Prévert verstarb wurde sein bis dahin für verschollen geglaubter Debütfilm Paris Express zufällig im Archiv der Cinémathèque Française entdeckt. Somit war endlich wieder das Original zu sehen, das nicht nur sein verunglücktes Remake in den Schatten stellt, sondern alles, was zur gleichen Zeit an Stadtportraits gedreht wurde. Ein Paris-Besucher kommt am Bahnhof St. Lazare an und entdeckt einen Tag lang nicht nur die großen und kleinen Sehenswürdigkeiten von Paris, sondern begegnet auch den schönen Damen der mondänen Welt der Mode und des Luxus auf den Grands Boulevards.

Paris au fil de l'eau (1932)
Frankreich. 14 min. SW. 35 mm. (OF)
Regie: Jean-Claude Bernard
Die Seine als wichtigste Wasserstraße von Paris teilt einerseits die Stadt in zwei Hälften und bildet andererseits ihr Rückgrat - denn der breite Strom verbindet sich in seinen städtebaulichen Ausformungen mit Kaimauern, Brückenköpfen und Terrassen, mit den Avenuen und Boulevards. Die zwei großen Stadtteile, die einfach Rive Gauche und Rive Droite heißen, werden von Brücken quasi zusammengehalten. Die Quais, die gleichermaßen von Einheimischen und Fremden als Oasen der Erholung genutzt werden, verdanken ihre jetzige Gestalt den Plänen von Baron Haussmann. Durch die Begrünung der Ufer wurde ein Kontrapunkt zum urbanen Häusermeer gesetzt.

La Seine a rencontré Paris (1956/57)
Frankreich. 30 min. SW. 35 mm. (engl.OF)
Musik: Philippe Gérard.
Regie: Joris Ivens
Mit diesem Filmdokument kehrte der Altmeister des Filmdokumentarismus zum lyrischen Stil seiner früheren Werke zurück. Nach einer ursprünglichen Idee des Filmkritikers Georges Sadoul und mit Versen des Poeten Jacques Prévert fängt Ivens die Impressionen einer romantischen Bootsfahrt durch die Seine-Metropole auf dem Schlepper 'Ste.Thérese' ein.

C'était un rendez-vous (1976)
Frankreich. 8 min. Farbe. 35 mm. (ohne Dialoge)
Regie: Claude Lelouch
Ein wunderbarer Geniestreich Lelouchs, in dem Form und Inhalt sich ergänzen: Die rasende Blitzfahrt durchs Straßennetz von Paris - ausgehend von Porte Dauphine über Étoile, Champs Élysées, Place de la Concorde, Madeleine, L'Opéra, Grands Boulevards, Rue La Fayette, Gare du Nord, Barbès bis nach Montmartre. Dieser Film ist spannend wie ein Thriller, denn die wilde Fahrt durch halb Paris findet erst am berühmten Aussichtsplateau von Sacré Coeur sein glückliches Ende.

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