"Lo and Behold": Werner Herzog erforscht das Internet

wernerherzog5.jpgMagnolia Pictures
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In seiner neuen Dokumentation verfolgt Werner Herzog den Weg des Internet von seiner Gründung bis zu seinen vielfältigen Formen der Gegenwart. "Lo and Behold" ist in zehn Kapitel aufgeteilt, die einen faszinierenden Überblick über das Phänomen aus Sicht des 73-jährigen Filmemachers bieten sollen, der selbst nie ein Mobiltelefon verwendet. Wie die Washington Post beschreibt, macht seine Technikaversion Herzog zu einem idealen Beobachter.

Grauzone

In Herzogs bekanntem Stil als Off-Erzähler begegnet das Publikum unter anderem Tesla- und SpaceX-Gründer Elon Musk oder dem Robotik-Experten Sebastian Thurn. Außerdem besucht Herzog die Familie von Unfallopfer Nikki Catsouras. Die Eltern mussten den Tod ihres Kindes in vielfach geteilten Online-Videos mitansehen. Das Internet wird in "Lo and Behold" weder als schlecht noch als gut dargestellt. "Das wäre zu seicht", meint Herzog. Das Internet sei "zu komplex. Außerdem ist es ein sehr amerikanischer Drang, Filme auf diese Weise zu sehen."

Zustand der Menschheit

Herzog hofft darauf, dass sein Publikum durch seine neue Dokumentation einen tieferen Einblick in den aktuellen Zustand der Menschheit erhält. Fans des Filmemachers können sich außerdem auf jede Menge typischer Herzog-Sprüche freuen. "Wird es eine Maschine geben, die Filme machen kann? Ja. Aber werden die Filme an Ihre herankommen?", fragt Stanford-Roboterentwickler Sebastian Thrun etwa im Film. Herzog: "Natürlich nicht!"

On Demand

Wie der Guardian berichtet, wurde "Lo and Behold" von der Cybersicherheits-Firma NetScout finanziert. In einigen Ländern kommt der Film ins Kino. Ob sich Österreich darunter befindet, ist unklar. Alternativ ist der Film auf iTunes und Amazon Video verfügbar.

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