Le Six juin à l'aube (Der 6. Juni bei Tagesanbruch) (1945)
Regie, Drehbuch, Musik: Jean Grémillon; Kamera: Louis Page, Alain Douarinou, André Bac, Maurice Pecqueux. s/w, 43 min Restaurierte Fassung

Les Charmes de l'existence (Die Freuden des Daseins) (1950) von Jean Grémillon & Pierre Kast. s/w, 22 min

Les Désastres de la guerre (Die Schrecken des Krieges) (1951) von Jean Grémillon & Pierre Kast. s/w, 20 min

Unter dem unmittelbaren Eindruck des Kriegsendes drehte Jean Grémillon Le Six juin à l'aube, ein dokumentarisches Film-Requiem über die Verwüstungen in der Normandie. Das Unternehmen war gewagt auf dem schmalen Grat zwischen seismographischer Aufzeichnung und ästhetischer Gestaltung angesiedelt. Les Charmes de L'existence und Les Désastres de la guerre dagegen scheinen ihrer unmittelbaren Gegenwart enthoben. Sie wollen dennoch gelesen werden als Vorschläge zur Reflexion der aktuellen Condition humaine, lediglich "schräg gestellt" über die Auseinandersetzung mit der künstlerischen Mentalität vergangener Epochen. Beide ­Filme begleitete und förderte Grémillon aufs Engste durch textliche oder musikalische Zuarbeit. (R.E.)

(Text: Filmmuseum)

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