Nach "Kebab mit Alles" kommt "Kebab extrascharf"

Kebab extrascharf!ORF/Allegro Film/Hubert Mican
Kebab extrascharf!

Am Yppenplatz in Wien Ottakring fliegen wieder die Fetzen: Der Streit zwischen Johann Stanzerl (Andreas Vitásek) und Mustafa Öztürk (Tim Seyfi) geht in die Verlängerung. Nach "Kebab mit Alles" (2011) wird noch bis Mitte Juli die Fortsetzung des ORF/ARTE-Fernsehfilms gedreht. "Kebab extrascharf" heißt der zweite Teil des erneut von Regisseur Wolfgang Murnberger umgesetzten Komödienhits, der laut Andreas Vitásek an den ersten Teil anschließt. "Das Happy End von Teil eins hält aber nicht lange. Es entwickelt sich wieder ein lustiger verbaler Schlagabtausch zwischen den Rivalen. Aber am Ende geht alles gut aus", verrät der Schauspieler und Kabarettist im KURIER-Interview.

Diesmal, so Vitásek, gehe es aber nicht mehr um kulturelle Konflikte, um Schnitzel gegen Kebab: "Vielmehr machen sich beide große Sorgen um ihre Existenz. Es geht – wie in der realen Welt auch – ums Geld. Und um die immer größer werdende Schere zwischen Arm und Reich", sagt Vitásek.

Schauplatz der Geschichte rund um einen absurden Kleinkrieg zweier Kulturen unter einem Dach ist erneut das Brunnenviertel, das von der Stadt Wien gerne als Vorzeigegrätzel in puncto Multikulti verkauft wird. Dass dieses Nebeneinander von unterschiedlichen sozialen Gesellschaftsschichten zu Reibungen führen kann, lässt sich in Ottakring täglich mitverfolgen oder auf Hausmauern nachlesen: "Bobos raus!"

Kulisse

Gedreht wird "Kebab extrascharf" im Fania, einer Bar mit südamerikanischem Flair am Yppenplatz, die für die TV-Produktion adaptiert wurde. Im Lokal sieht nun alles so aus, wie man es sich in einem türkischen Lokal klischeemäßig vorstellt: Baklava in der Vitrine, orientalische Teppiche am Boden und ein Porträt von Atatürk an der Wand. Murnberger bedient in Komödien aber gerne Klischees, "so lange man mit ihnen gleichzeitig aufräumt."

Info:"Kebab extrascharf" soll 2017 auf ORFeins zu sehen sein. In weiteren Rollen: Michael Ostrowski, Fanny Stavjanik, Antonia Moretti.

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