Nachtblende

 BRD/F/I 1974

L'important c'est d'aimer

Drama 109 min.
7.40
Nachtblende

Eine heruntergekommene Schauspielerin hält sich durch Auftritte in Pornofilmen über Wasser.

Die Schauspielerin Nadine Chevalier (Romy Schneidet hat es nicht leicht. Um sich finanziell über Wasser zu halten, muss sie in erniedrigenden Pornos mitspielen. Hilfe verspricht der Fotograf Servais Mont (Fabio Testi):


Fasziniert von Nadine bietet er ihr eine Rolle in einem selbst finanzierten Theaterstück an, um ihr eine Chance zu geben. Als das Stück floppt, erfährt Nadine die Hintergründe ihres Engagements...

»Schauspieler müssen sanft behandelt werden, sie sind so leicht, so zerbrechlich«, sagt Romy Schneider in ihrem Film NACHTBLENDE, für den sie im April 1976 einen »César« erhält. (Filmarchiv Austria)

Details

Romy Schneider, Klaus Kinski, Fabio Testi, Jacques Dutronc
Andrzej Zulawski
Christopher Frank, Andrzej Zulawski

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Liebe tut weh
    Der Film ist inzwischen Kult. Einerseits wird man von einer Fülle von Ideen überschüttet, die sich bis in kleinen Nebenhandlungen verästeln, andererseits ist die Kernaussage von zeitloser Größe (s. Originaltitel!). Dabei spielt die Sexualität mit nackter Haut keine unwichtige Rolle. Immer noch erstaunlich offenherzig. Das absolute Topargument ist aber die schauspielerische Höchstleistung, zu der Regisseur Zulawski die vier Hauptakteure gebracht hat.
    Es ist Romy Schneiders (Nadine) ausdrucksstärkster Film. Sie bringt ihre Situation zwischen zwei Männern überzeugend rüber und ist dabei unglücklich glücklich. Jacques (Dutronc), ihr Ehemann, spielt den Komiker und Luftikus mit suizidaler Depression. (Was für ein Spagat!).
    Kinski spielt sich wie immer selber. Hier aber grandios von dekadent bis gewalttätig. Fabio Testi ist Romys Counterpart. Sie gehören eigentlich zusammen, treffen sich aber erst am Ende ‘Ich liebe dich‘: der erfolglose Fotograf und die erfolglose Schauspielerin. Da hatte dann auch noch die Mafia ein finanzielles Wörtchen mitgeredet. Wir erleben menschliche Tragödien, die einen aufwühlen. Auch berufliche Tragödien, die niederschmetternd sind und die Tragödie der Kunst ist eine Offenbarung zwischen Gefühl und Kommerz.
    Von den schauspielerischen Highlights sind die eingebaute Theaterinszenierung von Richard III. und die vorausgehende Probe für den filmischen Olymp. Dabei gibt es zwischendurch immer wieder unerwartete Reaktionen und Küsse voller Verachtung.
    Der Film ist so intensiv, dass man keine Minute verpassen möchte. Wahnsinn!