Notausgang / Ho Anthropos

 
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Thomas sieht und hört, wie im Tagaus-Tagein, im Dröhnen der Datenverarbeitungsmaschinen, in der Beständigkeit des Durchschnittlichen, im Einerlei der Kapitalumwälzungen das Seelen- und überhaupt Leben eines älteren Kollegen geschreddert wird - und der einfach so weiterlebt. Da fasst Thomas einen Entschluss, der einfach ist und klar: Wenn in dieser Welt allein Geld Glück schafft, dann schafft er eben Geld heran, mit einem großen Coup, das ist einfacher, als man meint. Denn Thomas will ja auch nur ein Stück vom Kuchen. Das alles in ganz kühlen Bildern, sonnenloses Gelb, das Weiß mal milchig, dann schneidend, das Braun stumpf von Jahren des Putzens, arg nüchtern die Kader, klar, eher weit, verloren ist man darin. Im Hintergrund wird mal gegen den Faschismus in Chile demonstriert, dann strahlt das Rot. Der Ermittlungsbeamte ist auch eher ein Melancholiker, der weiß, dass es immer die Kleinen erwischt; der hat seinen Waffenstillstand mit der Gerechtigkeit geschlossen. - HO ANTHROPOS, ein Film über und damit gegen die Obristendiktatur in Griechenland. (om)

NOTAUSGANG
A 1976
83 Minuten
REGIE, KAMERA Mansur Madavi
MUSIK Hans Kann
MIT Thomas Stolzeti, Rudolf Schippel, Madeleine Klivana, Ernst Epler, Alfons Stummer, Christian Weitzer

HO ANTHROPOS
A 1970
10 Minuten
REGIE, BUCH, KAMERA Mansur Madavi
MIT Hans Lenes, Milan Dor

Für diese Schau digital restaurierte 16-mm- Kopie, ausbelichtet auf 35 mm

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